Kapitalerhöhung beschlossen

SolarWorld will langfristig in DAX

Der Vorstand der TecDax-notierten SolarWorld AG hat vor dem Hintergrund der beschleunigten Expansion des konzernweiten Solargeschäftes mit der Zustimmung des Aufsichtsrates unter Ausschluss des Bezugsrechtes eine Kapitalerhöhung gegen Bar- und Sacheinlage beschlossen und platziert.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin/Bonn (ddp-nrw/sm) - Der Gründer und Chef des Bonner Solartechnikkonzerns SolarWorld, Frank Asbeck, will dauerhaft mindestens 25 Prozent der Aktien am eigenen Unternehmen halten: "Ich möchte meinen Anteil möglichst nie unter 25 Prozent zurückführen, denn nur so kann ich mich vor unfreundlich gesinnten Investoren schützen, die nur den schnellen Gewinn im Auge haben", sagte Asbeck der "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe).

Langfristig strebe das im TecDAX notierte Unternehmen die Aufnahme in den Deutschen Aktienindex (DAX) an. Der Mittelwerteindex MDAX sei dagegen nicht sehr reizvoll, weil viele Firmen darin deutlich kleiner seien als SolarWorld. Wegen des rasanten Kursanstiegs der SolarWorld-Aktie verspüre Asbeck indes keine Freude: "Würde ich über den Kursanstieg jubeln, müsste ich mich ja morgen möglicherweise wahnsinnig ärgern, wenn der Kurs wieder abschmiert", sagte Asbeck. Er kündigte zudem einen Ausbau der Mitarbeiterzahl von 1300 auf mindestens 2000 bis zum Jahr 2010 an.

Das Unternehmen hat unterdessen vor dem Hintergrund der beschleunigten Expansion des konzernweiten Solargeschäftes eine Kapitalerhöhung platziert. Aus der Ausgabe der neuen Aktien fließen SolarWorld 234 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Insgesamt seien 1,265 Millionen Stückaktien an institutionelle Investoren ausgegeben worden. Dadurch habe sich das Grundkapital auf 13,965 Millionen Aktien erhöht.

Zudem beteiligt sich das Unternehmen mit 29 Prozent an der ebenfalls in Bonn ansässigen Solarparc AG, einem Spezialisten für den Bau und Betrieb großer Solarkraftwerke. Verkäuferin des Aktienpaketes sei die Eifelstrom GmbH. Bereits in der vergangenen Woche hatte SolarWorld die Übernahme des Shell-Solarstromgeschäfts bekanntgegeben.