Großinvestition

SolarWorld verdoppelt Solarstromkapazität in Freiberg bis Ende 2010

In Freiberg ist gestern der erste Spatenstich für eine weitere Großinvestition der Solarindustrie erfolgt. Der SolarWorld-Konzern erweitert seine sächsische Fertigung für sogenannte Solarwafer, die Vorstufe der Solarzellenproduktion. Bis 2010 soll die Produktion dort auf ein Gigawatt ausgeweitet werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Freiberg (ddp-lsc/sm) - In der ersten Ausbaustufe solle bis Ende nächsten Jahres eine Kapazität von 250 Megawatt erreicht werden, wie der Vorstand der SolarWorld-Tochter Deutsche Solar AG, Peter Woditsch, in Freiberg sagte. Die volle Leistung von 500 Megawatt verdopple die Kapazität in Freiberg bis Ende 2010 auf insgesamt 1000 Megawatt (1 Gigawatt). In diesem Jahr sei ein Volumen von 360 Megawatt geplant. Die daraus gefertigten Solarzellen würden ausreichen, 60.000 durchschnittliche Einfamilienhäuser mit Strom zu versorgen.

In die Waferfabrik werden nach Unternehmensangaben 350 Millionen Euro investiert. Mehr als 500 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Ende Mai waren bei SolarWorld in Freiberg 1000 Mitarbeiter beschäftigt.

Ebenfalls am Montag fand das Richtfest eines zwölf Millionen Euro teuren Konzern-Technologiezentrums in Freiberg statt. Geforscht werde laut Woditsch unter anderem an Zellen mit höherem Wirkungsgrad und an einer kostengünstigeren Produktion, um am Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die börsennotierte SolarWorld betreibt nach eigenen Angaben eine sogenannte voll integrierte solare Produktionskette vom Silizium bis zur fertigen Photovoltaikanlage. Im Vorjahr wurde ein Umsatz von fast 700 Millionen und ein Jahresüberschuss von 113 Millionen Euro erzielt. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 2000 Mitarbeiter.