SolarWorld übernimmt Bayer Solar

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Die SolarWorld AG, Bonn, übernimmt nach Zustimmung der Kartellbehörden und interner Aufsichtsgremien die Mehrheit an dem Solarwafer-Produzenten Bayer Solar GmbH, Freiberg/Sachsen. Die Bayer AG, Leverkusen, beteiligt sich mit 9,3 Prozent an der SolarWorld AG.


Die SolarWorld übernimmt 82 Prozent der Geschäftsanteile; 18 Prozent werden durch die Solar Holding Beteiligungsgesellschaft mbH, Bonn, übernommen. SolarWorld konnte sich bei den Verhandlungen mit der Bayer AG gegen namhafte und potente Mitbewerber - unter anderem aus Japan - durchsetzen. Wie SolarWorld-Vorstandsprecher Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck betont, spielte bei der Entscheidung für das Bonner Photovoltaik-Unternehmen neben einem überzeugenden Management-Konzept das Interesse der Beteiligten, die Waferproduktion in deutscher Hand zu belassen, eine wesentliche Rolle. Der Kaufpreis für Bayer Solar bewegt sich im dreistelligen Millionenbereich. Bayer Solar ist mit derzeit 120 Mitarbeitern Deutschlands einziger und Europas größter Produzent von Siliziumwafern mit einem Weltmarktanteil von mehr als 20 Prozent. Über 30 Prozent der Produktion gehen bisher nach Japan - einem der weltweit bedeutendsten Märkte für solare Stromerzeugung.


Mit der BayerSolar-Übernahme kommt die Strategie der SolarWorld AG, sich zum vollintegrierten Solarkonzern zu wandeln, einen deutlichen Schritt voran. Nach der Übernahme des schwedischen Solarmodulherstellers GPV und dem Abschluss von Kooperationsverträgen mit starken Solarzellenproduzenten bietet SolarWorld die Herstellung, den Handel und den Vertrieb der solaren Hardware - Wafer, Solarmodule - und kompletter Solarstromanlagen nun aus einer Hand an.