Zehnjähriger Rahmenvertrag

SolarWorld-Konzern sorgt für langfristige Siliziumversorgung

Die SolarWorld AG hat mit dem Siliziumhersteller Wacker GmbH einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Solarsilizium abgeschlossen. Dies sei eine strategische Weichenstellung, da die tendenzielle Knappheit des Rohstoffes künftig das Wachstum der Photovoltaikindustrie begrenzen wird, so das Unternehmen.

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Bonn (red) - Die SolarWorld AG hat einen wegweisenden Kontrakt für ihre zukünftige Rohstoffversorgung abgeschlossen. Die Konzerntochter Deutsche Solar AG, eigenen Angaben zufolge einer der weltweit größten Hersteller von Solarsiliziumwafern, hat mit dem Siliziumhersteller Wacker GmbH einen zehnjährigen Rahmenvertrag über die Lieferung von Solarsilizium abgeschlossen. Beginnend ab 2007 wird der Langfristvertrag bis 2017 gelten und damit einen wichtigen Baustein der Grundversorgung des Konzerns langfristig sichern.

"Infolge des starken Wachstums der internationalen Photovoltaikbranche stellt die Solarindustrie flächenbezogen bereits mehr Siliziumwafer her als die Elektroindustrie", erläutert Prof. Dr. Peter Woditsch, Vorstandssprecher der Deutsche Solar AG. "In wenigen Jahren wird für die Herstellung von Solarwafern auch mengenmäßig mehr Silizium notwendig sein als für Elektronikanwendungen."

Neben anderen Beschaffungsoptionen sei der Abschluss von Langfristverträgen mit etablierten Herstellern und langjährigen Partnern der Deutschen Solar daher eine wichtige strategische Weichenstellung für die Zukunft. "Die tendenzielle Knappheit des Rohstoffs wird 2005 und 2006 das internationale Wachstum der Photovoltaikindustrie begrenzen", erwartet Prof. Woditsch. "Die deutsche Solar AG wird aber wie geplant ihre Expansionsvorhaben konsequent durchführen." Bis Ende 2006 sollen die Waferkapazitäten von 120 Megawatt (Ende 2004) auf 220 Megawatt ausgebaut werden.