Forschung

SolarWorld-Konzern schickt Solarmodule in die Stratosphäre

Verschiedene Module der schwedischen Tochtergesellschaft des börsennotierten SolarWorld-Konzerns werden im Versuchsballon Bexus II installiert, den das Europäische Raumfahrt Zentrum am kommenden Montag in die Stratosphäre aufsteigen lassen wird. Der Ballon wird ein umfangreiches Datenmaterial unter den Extrembedingungen in etwa 32 Kilometer Höhe sammeln.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die schwedische Tochtergesellschaft des börsennotierten SolarWorld-Konzerns GPV Gällivare PhotoVoltaic setzt im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Europäischen Raumfahrt Zentrum Esrange in Kiruna/Schweden Solarmodule für die Erforschung in der Stratosphäre ein. So werden verschiedene Module des solaren Technologiekonzerns aus schwedischer Produktion im Versuchsballon Bexus II installiert, den Esrange am kommenden Montag in die Stratosphäre aufsteigen lassen wird. Der Ballon wird ein umfangreiches Datenmaterial unter den Extrembedingungen in etwa 32 Kilometer Höhe sammeln.

Ende des Jahres planen die Partner die Entsendung einer Sonde, die mit SolarWorld-Modulen bestückt sein wird. Andreas Hinzer, GPV-Chef und verantwortlich für die Kooperation mit Esrange: "Damit können wir erstmals Erfahrungen über das extraterrestrische Verhalten unserer Module gewinnen. Das ist auch deshalb interessant, weil Solartechnik schon seit Jahrzehnten zur Stromversorgung von Satelliten eingesetzt wird."

"Dieses Engagement unterstreicht unsere Strategie nach Technologieführerschaft im internationalen Solarmarkt", erläutert Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG. Damit die deutsche PV-Industrie ihre technologische Führungsposition halten kann, sei sie wie jede innovative Technologie auf die Unterstützung des Bundes angewiesen. "Die Bewilligung von 100 Millionen Euro statt wie bisher 25 Millionen Euro im Jahr ist notwendig."