SolarWorld gibt 750.000 neue Aktien aus - Grundkapital steigt auf 3,75 Millionen Euro

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Die SolarWorld AG, Bonn, wird ab 15. Mai 750.000 neue, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien aus dem genehmigten Kapital der Gesellschaft ausgeben. Damit erhöht das regenerative Energieunternehmen sein Grundkapital von derzeit 3 Millionen Euro auf 3,75 Millionen Euro. Die Emission wird von der WGZ-Bank, Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank eG, begleitet.


Den Altaktionären werden die neuen Aktien im Verhältnis von 4:1 zum Bezug angeboten. Das bedeutet, dass auf vier alte SolarWorld-Aktien eine neue entfällt. Zum Erwerb einer neuen SolarWorld-Aktie werden somit vier Bezugsrechte benötigt. Das heißt, dass Interessenten, die noch keine SolarWorld-Aktionäre sind, über den Kauf von Bezugsrechten neue Aktien erwerben können. Der Handel der Bezugsrechte erfolgt an den Wertpapierbörsen in Düsseldorf und Frankfurt und läuft vom 15. Mai 2000 bis einschließlich zum 2. Juni 2000. Die Wertpapierkenn-Nummer der Bezugsrechte lautet 510848. "Derzeit befinden sich rund 40 Prozent des Aktien-Streubesitzes von knapp 17 Prozent in der Hand von institutionellen Anlegern, darunter neun namhaften, deutschsprachigen Umweltfonds", sagt Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher des solaren Energieunternehmens. "Diese haben gegenüber der SolarWorld die Absicht erklärt, ihre Anteile im Rahmen der Kapitalerhöhung erheblich aufzustocken".


Der Preis für die neuen Aktien wird höchstens 50 Euro betragen. Den genauen Ausgabepreis wird das Unternehmen, das neben der Solarenergie auch im Geschäftsfeld Windenergie tätig ist, am Nachmittag des 12. Mai 2000 mitteilen. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2000 voll gewinnberechtigt. "Durch diese 3. Kapitalerhöhung der SolarWorld AG werden wir unsere ohnehin schon gesunde Ausstattung mit Eigenkapital weiter erhöhen", erläutert Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck den Effekt der Aktienausgabe für die Liquidität des Unternehmens. "Wir können damit den Erwerb von solaren Beteiligungen auf allen Wertschöpfungsstufen und den Ausbau von strategischen Kooperationen fortsetzen und unser Ziel, das Unternehmen zur weltweit ersten vollständig integrierten Solarholding auszubauen, weiter umsetzen", beschreibt der Vorstandssprecher die mit der Verwendung der Emissionserlöse zusammenhängende Strategie. "Dazu gehört, dass wir uns im Bereich der Photovoltaik als Venture Capitalist an erfolgversprechenden Neugründungen von Solarfirmen sowie im Vorfeld von Börsengängen solarer Gesellschaften als Solarholding engagieren. Außerdem können wir in unserem operativen Geschäft durch die Gestellung von Eigenkapital zinsgünstige Darlehen der Deutschen Ausgleichsbank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau für den Bau von Solar- und Windparks in Anspruch nehmen."