Sonnenstrom

SolarWorld bringt die WM in Dörfer ohne Stromnetz

Der Bonner Solarkonzern SolarWorld will die Fußball-WM auch in entlegene Regionen Südafrikas bringen. In diesen Regionen, in denen es meistens kein Stromnetz gibt, sollen die Menschen via Solarstrom an der WM teilhaben können. Bislang hat SolarWorld 35 solarbetriebene TV-Stationen in Südafrika und Namibia installiert.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Bonn (red) – Die Welt blickt auf Südafrika: Mit der Fußball-WM 2010 ist das Land und mit ihm ein ganzer Kontinent verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Tausende von Reportern und Medien berichten rund um Stadien, Spiele und Stars. Doch für viele Menschen im dörflichen Hinterland und in den Townships am Rand der Großstädte werden die Fußballspiele ferner bleiben als für manche Zuschauer in Europa. Nicht nur, dass sie sich weder einen Stadionbesuch noch eine Reise dorthin werden leisten können, auch die fehlende Stromversorgung macht Live-Übertragungen der Spiele vielfach unmöglich. Das will der SolarWorld Konzern in einigen abgelegenen Dörfern des Landes und Townships ändern und stattet verschiedene Orte, in denen es keine Stromversorgung gibt, mit einem Fernsehzugang via Solarenergie aus.

Solar-TV mit prominenten Paten

Die solarbetriebenen TV-Stationen der SolarWorld bestehen aus einem Flachbildschirm und einem DVD-Spieler, Hocheffizienzmodulen zur Stromversorgung sowie einer Satellitenschüssel, die für den Empfang bestimmter Programme freigeschaltet ist - nach Angaben des Anbieters Kinder-, Bildungs- und Sportkanäle. Die solarbetriebenen TV-Stationen stehen auf Dorfplätzen oder sind in bestehende Einrichtungen wie Gemeinschaftshäusern oder Kirchen integriert. Zu den Paten der Solarenergie TV-Stationen gehören die Kinderbuch-Autorin Ulla Klopp und ihr Mann Jürgen Klopp, National-Stürmer Lukas Podolski, "Sommermärchen"-Regisseur Sönke Wortmann, Rock-Legende Peter Maffay, US-Schauspieler Larry Hagman und Steffi Jones, Präsidentin des Organisationskomitees der Frauenfußball-WM 2011.

TV-Stationen bleiben auch nach der WM

Nach dem Schlusspfiff der WM sollen die Sun-TV-Stationen den Dörfern und ihren Einrichtungen erhalten bleiben.