SolarWorld beteiligt sich an deutschem Windkraftanlagenhersteller Fuhrländer

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Die SolarWorld AG, Bonn, hat heute die Verträge zum Erwerb einer Beteiligung an dem Windkraftanlagenhersteller Fuhrländer GmbH, Waigandshain/Westerwald, unterzeichnet. "Mit der Beteiligung an diesem namhaften deutschen Windenergieunternehmen stärken wir unser Geschäftsfeld Windenergie entscheidend", kommentiert SolarWorld-Vorstandssprecher Frank H. Asbeck den Zukauf. "Für unsere Windparks können wir nun deutliche Kostenvorteile realisieren und den Ausbau noch schneller voranbringen. Wir runden mit dieser Akquisition unser Unternehmensportfolio weiter ab und vollziehen den nächsten Schritt zum integrierten regenerativen Energieunternehmen. Damit steigert SolarWorld die Wertschöpfung aller Geschäftsfelder", beschreibt Asbeck die positiven Auswirkungen für das Unternehmen.


Fuhrländer ist ein seit Jahrzehnten in der Windenergie erfolgreich tätiges Familienunternehmen, das sich vor allem als Spezialist von hoch leistungsfähigen Binnenland-Windenergieanlagen von bis zu 1.000 KW im Markt etablieren konnte. "Fuhrländer bringt eine umfangreiche Auslandserfahrung mit, die für die künftige Geschäftspolitik der SolarWorld AG von strategischer Bedeutung ist", so Asbeck weiter. Das Windenergieunternehmen ist weltweit mit Schwerpunkt in Japan und Spanien tätig und konnte mit großem Erfolg seine Anlagen platzieren. Über die ausländische Positionierung der Fuhrländer GmbH kann SolarWorld künftig auch den Export von Solarstromkomponenten und -anlagen verstärken. Das Potential zur Installation von kombinierten Windenergie- und Solarstromanlagen - sogenannte Hybridanlagen - ist in den südlichen Mitgliedsstaaten der EU und anderen sonnenreichen Regionen der Erde enorm. Beide regenerative Energien ergänzen sich ideal, um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten und zur Meerwasserentsalzung eingesetzt zu werden. Die SolarWorld kann mit einem derartigen Schritt die Geschäftsfelder Solarstrom und Windenergie weiter zusammenführen und neue Potentiale für die weitere Entwicklung erschließen.


"Zukünftig wird SolarWorld auch weiterhin mit anderen Windenergieherstellern wie der Tacke Windenergie GmbH, Salzbergen, und der Enercon GmbH, Aurich, kooperieren und nicht ausschließlich Fuhrländer-Anlagen einsetzen", beschreibt Asbeck die künftige Politik des Unternehmens im Geschäftsfeld Windenergie. SolarWorld hatte kürzlich mit Enercon, dem größten deutschen Hersteller von Windkraftanlagen, eine Bauherrengemeinschaft gegründet. "Es gibt kein Grund von erfolgreichen Kooperationen abzurücken", stellt der Vorstandssprecher klar.


SolarWorld erwirbt zusammen mit namhaften Partnern 20% des Grundkapitals der Fuhrländer GmbH. Das Bonner Unternehmen hält danach direkt 6,25% an der Windkraftgesellschaft. Der Börsengang der zukünftig als AG firmierenden Fuhrländer GmbH ist für 2000 fest eingeplant.