SolarWorld AG steigert Umsatz um 70 Prozent - Einstieg in globalen Solarzellenhandel

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Die SolarWorld AG (Bonn) hat den Umsatzerlös im Geschäftsjahr 1999 im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent steigern können. Nach vorläufiger Berechnung beträgt er 10,7 Millionen Mark nach 6,3 Millionen Mark im Geschäftsjahr 1998. Damit übersteigen die tatsächlichen Umsatzerlöse auch die im Emissionsprospekt zum Börsengang genannte Umsatzplanzahl um 30 Prozent. Auch das Ergebnis fällt - trotz der Kosten aus dem Börsengang - positiv aus. Für das neue Geschäftsjahr prognostiziert Dipl. Ing. Frank H. Asbeck, Sprecher des Vorstandes der SolarWorld AG, eine weitere deutliche Steigerung beim Umsatz und Ertrag: "Wir sehen uns in unserer Strategie zum integrierten regenerativen Energieunternehmen klar bestätigt. Nach der Entscheidung der Bundesregierung zur Einführung einer kostenorientierten Vergütung für Solarstrom von 0,99 DM je Kilowattstunde wird das Jahr 2000 den Durchbruch in der Produktion und Installation von Solarstromkomponenten und Kraftwerken bringen".



Nach der mehrheitlichen Beteiligung an dem schwedischen Solarmodulproduzenten Gällivare PhotoVoltaic (GPV) will SolarWorld verstärkt in den globalen Handel mit Solarzellen einsteigen. "Wir betrachten Solarzellen als Commodity. Diese Halbleiter sind der Rohstoff jeder Solarstromgewinnung und damit auch der Energieerzeugung von morgen. Aufgrund der Bedeutung für die zukünftige Energiegewinnung sind die Solarzellen das quadratische Öl; und dass, ohne Gefahren für die Küsten", charakterisiert Asbeck das Potential der Solarzellen. In den zu Modulen verschalteten Zellen findet die Umwandlung von Sonnenenergie in Elektrizität statt; sie sind das Kernstück jedes Solarkraftwerkes. SolarWorld ist der größte deutsche Anlagenbauer von Solarstromkraftwerken.



Wie geplant wird die SolarWorld AG mit dem Übergang vom Freiverkehr in den Geregelten Markt das Börsensegment im ersten Quartal 2000 wechseln. "Wir werden damit unsere Aktie für einen breiteren Anlegerkreis interessant machen und verstärkt internationale Fonds ansprechen", stellt der Vorstandssprecher klar. Zeitgleich mit dem Übergang in den Geregelten Markt der Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düsseldorf wird das Unternehmen eine Kapitalerhöhung um 750.000 Euro auf 3,75 Millionen Euro durchführen. Asbeck weist schon jetzt daraufhin, dass die Mehrheitsaktionäre an der Kapitalerhöhung nicht teilnehmen werden. "Das Angebot kommt unseren freien Aktionäre zugute", erklärt der SolarWorld-Vorstand.



In den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres hatte sich die SolarWorld AG neben dem Modulproduzent GPV auch an dem deutschen Windkraftanlagenhersteller Fuhrländer GmbH beteiligt und damit das Unternehmensportfolio weiter abgerundet.



Neben dem Geschäftsfeld Photovoltaik, in dem SolarWorld den Handel von solaren Modulen und Komponenten sowie den Bau kompletter Solarstromanlagen betreibt, beschäftigt sich die 80prozentige Tochtergesellschaft Asbeck Immobilien- und Kraftwerksgesellschaft mbH mit der Projektierung und dem Bau von Windparks. Insgesamt soll in den nächsten Jahren eine Windenergieleistung von bis zu 100 Megawatt installiert werden. Das Geschäftsfeld Photovoltaik wird auch den globalen Handel von Solarzellen umfassen.