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Solarverband: Wie man Solarförderung weiter senken könnte

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) schlägt konkrete Schritte zu einer außerplanmäßigen Förderkürzung für Solarstrom vor. Demnach soll sich die Kürzung der Solarförderung auch am Zubau von Anlagen orientieren: Je mehr gebaut wird, desto mehr sinkt die Förderung.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dapd/red) - Die Senkung der Stromvergütung für neue Solaranlagen um bis zu zwölf Prozent solle schon Anfang Juli möglich werden statt erst Anfang 2012, sagte BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig der «Frankfurter Rundschau» (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Die genaue Höhe der Kürzung solle sich danach richten, wie viel im Frühjahr gebaut wurde. Je mehr neue Anlagen, desto höher die Kürzung. "Werden nur wenige Solaranlagen gebaut, müsste die Kürzung aber kleiner ausfallen", sagte Körnig.

Verhandlungen zu Solarförderung bald abgeschlossen

Die Zeitung schrieb, die Verhandlungen sollten noch im Januar abgeschlossen werden. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) habe sich zu den Verhandlungen noch nicht geäußert. Das Ministerium habe lediglich bestätigt, dass Gespräche geführt werden. Vor allem der Anstieg der Ökostromumlage für die Verbraucher von 2 auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde zum Jahreswechsel hatte für Kritik gesorgt.

Verband: Einspeisevergütung häufiger anpassen

Einen Deckel für die Solarförderung, den einige Unions-Vertreter fordern, lehnte der BSW ab. Dies führe zu Marktverwerfungen, weil für die Investoren nicht klar sei, ob ihre Projekte überhaupt genehmigt würden, sagte Körnig. Der BSW schlug vor, die Subventionen häufiger anzupassen. "Wir regen an, den Zyklus der Vergütungs-Absenkungen zu verkürzen, weil damit der Markt genauer gesteuert werden kann", sagte Körnig. "Eine halbjährliche statt jährliche Anpassung scheint uns sinnvoll."