Mehr Einfluss

Solarverbände fusionieren zum BSi

Der Bundesverband Solarenergie und der Deutsche Fachverband Solarenergie haben sich zum Bundesverband Solarindustrie zusammengeschlossen. Durch die Fusion will die Solarindustrie ihre Interessen kraftvoller vertreten und den Standort Deutschland für die Solarproduktion weiter ausbauen.

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Die Solarindustrie will mehr Einfluss auf die Energiepolitik nehmen, deshalb haben der Bundesverband Solarenergie (BSE) und der Deutsche Fachverband Solarenergie (DFS) in Berlin zusammengeschlossen. Der neu entstandene Bundesverband Solarindustrie (BSi) soll alle wichtigen Hersteller und Großhändler von Solarwärme- und Photovoltaikanlagen vereinen.

Durch die Fusion will die Solarindustrie ihre Interessen kraftvoller vertreten und sich für die engagierte Fortsetzung der erfolgreichen Solarpolitik der letzten Legislaturperiode einsetzen. Das Ziel des Verbandes ist es, den Standort Deutschland für die Solarproduktion weiter auszubauen und die Solarenergie zum wichtigen Standbein der Energieversorgung in Deutschland und international zu machen. Im neuen Energieforum am Berliner Ostbahnhof werden in Kürze passende Geschäftsräume bezogen.

Als Vorsitzender des Vorstands wurde bei der Gründungsversammlung in Berlin Olaf Fleck gewählt, der bereits beim DFS den Vorsitz innehatte. Stellvertretender Vorsitzender wurde Helmut Jäger. Als Sprecher der Fachgruppe "Solarthermie" wurde Matthias Reitzenstein, der Fachgruppe "PV-Solarstrom" Dr. Winfried Hoffmann gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Georg Salvamoser, Andreas Pawlik, Herbert Bechem und Gerhard Stamm. "Die Branche hat sich in den letzten Jahren zu einer richtigen Industrie mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro entwickelt", erläutert Olaf Fleck, "deshalb ist es nur konsequent, dass sich auch die Interessenvertretung der Solarindustrie anpasst. Mit dem Bundesverband Solarindustrie haben wir die Strukturen geschaffen, mit denen die Hersteller und Großhändler ab sofort angemessen in Berlin vertreten sind."

Als Geschäftsführer für den BSi wurde Gerhard Stryi-Hipp gewonnen, der bereits die Geschäfte des DFS führte. Die Geschäftsstellen des DFS in Freiburg und des BSE in München werden geschlossen. Durch die kurzen Wege zu den Bundespolitikern in Berlin erhofft sich der BSi, die Positionen der Solarindustrie noch deutlicher vermitteln zu können.