Systemische Vorteile

Solarthermie: Warmwasser-Spartipps für den Sommer

Hausbesitzer, die eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung nutzen, sollten die unterstützende Öl- oder Gasheizung keinesfalls am frühen Morgen zuschalten. Im Sommer reicht die Sonnenenergie nämlich in aller Regel aus, um warmes Wasser zu produzieren.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/red) - Sonst ist das Wasser im Pufferspeicher bereits erwärmt, bevor sich die Sonne überhaupt zuschalten kann. Darauf weist der TÜV Süd hin. Damit werde der eigentliche Vorteil des Systems ausgehebelt. Denn im Optimalfall werde die Heizung im Sommer überhaupt nicht benötigt, da das Warmwasser allein mit Solarenergie, also mit der Kraft der Sonne, erzeugt werde.

Ob das funktioniert, hängt den Münchener Experten zufolge von der richtigen Einstellung der Parameter für die Heizungsunterstützung und von der Dimensionierung des Pufferspeichers ab. Wer das Warmwasser direkt aus dem Pufferspeicher entnimmt, muss mit geringerer Kapazität arbeiten, weil das Warmwasser wegen der Legionellengefahr nicht zu lange im Speicher bleiben darf.

Mehr durch Solarenergie erwärmtes Wasser vorhalten kann dagegen, wer den Pufferspeicher mit einer Frischwasserstation kombiniert. Dann kommt das Wasser zum Kochen oder Baden nicht direkt aus dem Pufferspeicher, sondern aus der Frischwasserstation. Um den Pufferspeicher noch leistungsfähiger zu machen, empfiehlt sich eine zusätzliche Dämmung dieses Anlagenteils, so die Experten.