Fortsetzung der Solarpolitik

Solarstrombranche erwartet Wachstum von 25 Prozent

Aufgrund der stark steigenden Nachfrage hat die Industrie massiv in neue Produktionsanlagen investiert und konnte die Preise seit 1999 um fast 20 Prozent senken. Weil das 100 000-Dächer-Programm zur Förderung von Solaranlagen Ende 2003 ausläuft, soll die Einspeisevergütung angepasst werden.

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Für dieses Jahr erwartet die Solarbranche in ein Wachstum von 25 Prozent auf 100 Megawatt. Laut Bundesverband Solarindustrie (BSi) hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau dafür im 100 000 Dächer-Programm entsprechende Mittel bereitgestellt. Ende des Jahres läuft das Programm allerdings aus. Beim Photovoltaik-Symposium in Kloster Banz, Bad Staffelstein, diskutierten die Experten deshalb über mögliche Anpassungen der Einspeisevergütung im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG).

Der BSi erwartet, dass die Kunden im kommenden Jahr nicht schlechter gestellt sind als in diesem Jahr. "Die Ziele der Solarpolitik wurden voll erreicht", erläutert Dr. Winfried Hoffmann, Sprecher für den Bereich PV-Solarstrom im BSi. "Aufgrund der stark steigenden Nachfrage hat die Industrie massiv in neue Produktionsanlagen investiert und konnte die Preise seit 1999 um fast 20 Prozent senken." Ab kommendem Jahr sollen nach Willen von Umweltminister Trittin die zinsverbilligten Darlehen durch eine Anpassung der Einspeisevergütung ersetzt werden. "Wir erwarten von der Bundesregierung", so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des BSi, "dass sie jetzt die hervorragende Solarpolitik der letzten vier Jahre fortsetzt und nicht auf halber Strecke stehen bleibt. Nur dann können wir die Früchte der Arbeit und der Investitionen der letzten Jahre auch ernten."