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Solarstrom-Deckel im EEG wird auf 1000 Megawatt ausgedehnt

Veränderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz: Die festgelegte Vergütung von eingespeistem Solarstrom wird gezahlt, bis in Deutschland 1000 Megawatt Solarstromleistung erreicht werden. Diese Grenze wurde jetzt von den zuständigen Ausschüssen im Bundestag angehoben, um weitere Investitionen in die Sonnenenergie nicht zu bremsen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die zuständigen Ausschüsse des Deutschen Bundestages haben heute mit rot-grüner Mehrheit beschlossen, den 350 Megawatt-Deckel für die gesetzliche Vergütung von eingespeistem Solarstroms im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf 1000 Megawatt auszudehnen.

Nach Angaben des Sprechers der SPD-Fraktion in der Energie-Enquete-Kommission und Berichterstatter für erneuerbare Energien im Wirtschaftsausschuss, Dr. Axel Berg, hätte der bisherige 350 Megawatt-Deckel Investitionen in die Fotovoltaik-Produktion gebremst, da dieser durch die erfolgreiche Einführung der Fotovoltaik-Technik bereits im Jahr 2003 erreicht wird. Die Deutsche Solarindustrie hätte möglicherweise den Anschluss an Japan und die USA wieder verloren, den sie durch das EEG und das 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm erreicht hatte.

Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS), ein Zusammenschluss von 350 Solarunternehmen, begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung außerordentlich. Der Verband hatte in den letzten Wochen mit Nachdruck eine Beseitigung des "350 MW-Deckels" im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) gefordert, um einen drohenden Investitionsstau abzuwenden. Das EEG garantiert jedem deutschen Solaranlagenbesitzer die Abnahme und Solarstrom zum Erzeugerpreis für eine Laufzeit von 20 Jahren. Die attraktiven Förderkonditionen (derzeit 48,11 cent/kWh) haben in den letzten drei Jahren bereits zur Errichtung von etwa 40 000 Solaranlagen und einer Verachtfachung der Nachfrage geführt. In Deutschland sind nach UVS-Angaben inzwischen knapp 200 Megawatt Solarstromleistung am Netz.