"Die Zeit" berichtet

Solarforscher beklagen Fremdverwendung ihrer Gelder

Offensichtlich kommen nicht alle für die Solarforschung vorgesehenen Gelder bei den entsprechenden Adressen an: So berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer aktuellen Ausgabe vom Frust Berliner Forscher am Hahn-Meitner-Institut, die ungewollt einen "gigantischen Energieverschwender" mitfinanzieren.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Die Solarenergieforscher am Hahn-Meitner-Institut in Berlin beklagen, dass immer mehr Finanzmittel, die für regenerative Energieprojekte eingeworben werden, in "Leuchtturmprojekte" der Großgeräte-Strukturforschung fließen würden. Die Forscher um Bereichsleiter Professor Helmut Tributsch fordern nach Informationen der "ZEIT" in einem internen Papier, dass "für Solarenergie eingeworbenes Geld" auch für ebenjene ausgegeben werden müsse.

Das Institut habe kürzlich etwa 1,3 Millionen Euro an Personalmitteln als Zuschuss für einen Hochleistungsmagneten abgebucht, der für die Neutronenforschung am Atomreaktor des Instituts genutzt werden soll. Die Forscher um Tributsch, die sich Energiesparen und Effizienzsteigerungen auf ihre Fahnen geschrieben haben, ärgern sich darüber, dass sie mit dem Hochleistungsmagneten einen "gigantischen Energieverschwender" mitfinanzieren. Allein die Nebenkosten für Strom und Wasser summierten sich jährlich auf drei Millionen Euro, etwa so viel, wie den Ökoforschern insgesamt im Etat zugebilligt wird.

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