Solarenergie

Solarfamilien investieren mehr als Energieversorger

Die Energieversorgung in Deutschland wird zunehmend zur Familienangelegenheit: Bundesbürger investierten im letzten Jahr über sechs Milliarden Euro allein in die Solarenergie. Das ist mehr, als die vier großen Energieversorger zusammen für den Neu- und Ausbau von Kraftwerken ausgegeben haben.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - 2009 haben Privathaushalte rund 6,22 Milliarden Euro in Solaranlagen investiert. Dagegen kamen die vier großen Energieversorger mit ihren gemeinsamen Investitionen in neue Anlagen zur Strom- und Fernwärmerzeugung und den Ausbau alter Anlagen nur auf ein Investitionsvolumen von rund 4,28 Milliarden Euro. Laut einer forsa-Umfrage planen zehn Prozent aller Hausbesitzer in den nächsten zwei Jahren die Installation einer Solaranlage zur Strom- oder Wärmegewinnung. "Familien denken an die Zukunft. Die hohe Beliebtheit allein der Sonnenenergie zeigt, dass die Bevölkerung bereits heute in großem Stil auf saubere Technologien setzt." so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar).

Engagement seitens der jüngeren Generationen

73 Prozent der Hauseigentümer in Deutschland wollen laut der Umfrage ihre Energie am liebsten selbst erzeugen. Vor allem junge Eltern sind aktiv wenn es um die eigene Energieversorgung geht. Bereits 20 Prozent dieser Eigenheimbesitzer haben eine Solaranlage zur Strom- oder Wärmegewinnung. Zwei Drittel der Familien mit Kindern sind überzeugt, dass zukünftige Generationen in der Lage sein werden, Strom und Wärme ausschließlich aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen, so die Umfrage.