Erfolgskurs

Solares GmbH aus Schönebeck versorgt ganzes Dorf

Für die 787 Einwohner der Gemeinde Bottmersdorf in Sachsen-Anhalt haben Photovoltaikanlagen mittlerweile den Status des Normalen erreicht, im Februar ging in dem Bördedorf eine 600 Quadratmeter große Fläche in Betrieb. Im Dezember folgte nun die Fortsetzung. Allein in diesem Jahr wurden insgesamt zehn Anlagen errichtet.

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Schönebeck (ddp-lsa/sm) - Die Gemeinde Bottmersdorf ist auf dem besten Weg zum "Solardorf" Sachsen-Anhalts. Für die 787 Einwohner haben Photovoltaikanlagen mittlerweile den Status des Normalen erreicht, im Februar ging in dem Bördedorf eine mit 600 Quadratmetern Fläche in Betrieb, sie gilt als die größte im Bundesland. Im Dezember folgte nun die Fortsetzung: Auf einem Teil des Firmengeländes der Krankentransport & Rettungsdienst Ackermann GmbH, einem traditionellen Vierseitenhof, entstand eine fast gleich große Anlage. Auch sie speist die gewonnene Elektroenergie ins öffentliche Netz ein.

Dirk Tempke, Geschäftsführer der Schönebecker Solares GmbH, schwört auf diese Art der Energiegewinnung. Zehn Photovoltaikanlagen wurden allein in diesem Jahr errichtet. Und die Schönebecker haben vor allem in Landwirten Partner gefunden. Große Dachflächen auf Scheunen oder Viehställen böten sich förmlich für eine Nutzung zur Stromerzeugung an.

Als zweites Geschäftsfeld des jungen Unternehmens nennt Tempke die Montage von Solar-Wärme-Kollektoren auf dem Firmengelände. "Über ein Jahr gerechnet deckt eine daraus entwickelte Anlage etwa 60 Prozent des Warmwasserbedarfes und bis zu 30 Prozent des Heizungsbedarfs beispielsweise eines Wohnhauses ab", sagt er. Eine rasant wachsende Nachfrage mache zudem Mut für die kommenden Monate. Mittlerweile herrsche jedoch ein weltweiter Mangel an den kleinen Solarchips, die in Schönebeck zu Modulen bis zu elf Quadratmeter Größe zusammengesetzt werden.

Für das kommende Jahr plant das Unternehmen, seine Angebotspalette deutlich zu erweitern. Weitere regenerative Energieerzeuger sollen dann ins Angebot genommen werden. Neben Lösungen für Wärmepumpen und Holzverbrennungstechnik seien Biogasanlagen in Vorbereitung, sagt Tempke. Auch dabei mache sich der gute Kontakt zu Landwirtschaftsbetrieben bezahlt. "Wir wurden oft nach solchen Lösungen gefragt und reagieren nun darauf", erzählt er. Die Bauern zeigten sich sehr aufgeschlossen gegenüber modernen Lösungen zur Energieerzeugung, zieht er sein Fazit.

Von ddp-Korrespondent Klaus-Peter Voigt