Tipps vom TÜV

Solarenergie: Lohnenswert trotz sinkender Zuschüsse

Der TÜV Rheinland rät weiterhin zu Solarenergie. Laut der Prüfinstitution lohne sich die Investitionen weiterhin, auch wenn die staatlichen Förderungen sinken. Um bei der Auswahl von Photovoltaik- und Solarkollektoren keine Fehler zu machen, rät der TÜV nun, auf drei wichtige Punkte zu achten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Köln (red) - "Mit der professionellen Beratung bei der Planung steht und fällt die Investition." Michael Reichmann von der TÜV Rheinland Akademie hat für Privatleute drei wesentliche Punkte zusammengestellt, die es bei der Investition in diese Form der Energiegewinnung zu beachten gilt. Denn trotz der Kürzung staatlicher Förderung liege, die Rendite noch immer bei fünf bis acht Prozent – vorausgesetzt, man achtet auf Qualität.

Die Planung - wesentlich vor der Investition in Solarenergie

Es sei wesentlich, so Reichmann, dass ausgewiesene Fachleute die Errichtung sowohl für Photovoltaik- als auch für Solarkollektoren planten. Schließlich sind viele wichtige Punkte zu beachten. Zunächst muss geklärt werden, ob sich das jeweilige Haus überhaupt für eine derartige Investition eignet. Ist das Dach beispielsweise eher nach Norden oder Osten ausgerichtet, sind die Sonneneinstrahlung und der zu erzielende Gewinn meist so gering, dass sich die Ausgaben nicht unbedingt lohnen. Außerdem müsse auch die bereits vorhandene Haustechnik genauester Betrachtung unterzogen werden. So sollte geprüft werden, ob sich diese überhaupt für Sonnenkollektoren eignet, beziehungsweise ob eher Photovoltaik zur reinen Stromerzeugung oder (zusätzlich) Solarmodule für die Warmwassergewinnung Sinn machen.

Bei Auswahl der Solaranlage auf Qualität achten

Wer sowieso schon investiert, sollte nicht am falschen Ende sparen. Reimann: "Nur ein qualitativ hochwertiges Modul bringt 20 Jahre lang seine Stromnennleistung." Da es für den Laien aber schwierig scheint, wirkliche Qualität auch zu erkennen, verweist der Fachmann auf die altbekannten Prüfsiegel, die unter anderem auch vom TÜV Rheinland vergeben werden. Eine weitere nützliche Hilfe sei außerdem das Siegel "PV+Test". Es zeigt, dass die Hersteller ihre Module einem freiwilligen Härtetest unterzogen haben.

Solaranlagen fachgerecht installieren lassen

Planung und Qualität sind aber hinfällig, wenn die Installation der Photovoltaik- oder Solarkollektoren nicht fachgerecht ausgeführt wird. Eine "unsachgemäße Installation", so Reichmann, "kann viel Schaden anrichten". Auf Anraten der Prüfstelle sollten daher nur solche Fachbetriebe herangezogen werden, die vom TÜV zertifiziert sind. Wer sich nicht allein darauf verlassen will, sollte auf jeden Fall mehrere Firmen vor der Vergabe eines Auftrags begutachten.