Sonnenenergie

Solarbranche sieht "unvorstellbar großes" Potenzial in Deutschland

Riesige Solarfabriken wie die 40-Megawatt-Anlage in Brandis bei Leipzig werden nach Einschätzung der Projektfirma juwi Solar in Zukunft die Ausnahme bleiben, mittelfristig werde es vor allem Anlagen auf einer Fläche zwischen fünf und 20 Hektar geben. In den kommenden Jahren sei mit einer rasanten Entwicklung der Branche zu rechnen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Brandis/Bolanden (ddp.djn/sm) - Die Anlage in Brandis, mit deren Bau heute offiziell begonnen wird, erstreckt sich über 110 Hektar auf einem ehemaligen Militärflugplatz und gilt als die größte Photovoltaikanlage der Welt. Es gebe jedoch nur wenige geeignete Flächen von dieser Größe in Deutschland, sagte juwi Solar-Geschäftsführer des Unternehmens, Lars Falck, in Bolanden in der Pfalz in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp.

In den kommenden Jahren rechnet Falck mit einer rasanten Entwicklung der Branche. Ein durchschnittliches Wachstum von 50 Prozent pro Jahr sei realistisch, sagte er. Der Gesamtmarkt sei "unvorstellbar groß". Die Frage nach ausreichenden Flächen sei dabei angesichts der riesigen, bisher ungenutzten Dachflächen in Deutschland das geringste Problem. Selbst bei einer Versorgung von 20 Prozent des deutschen Energiebedarfs durch Sonnenenergie müssten nur auf zwei Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche Deutschlands Solaranlagen installiert werden.