Subventionskürzungen

Solarbranche fürchtet um ihre Arbeitsplätze

Die deutsche Solarbranche fürchtet durch die für 2009 geplante Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die damit verbundenen möglichen Subventionskürzungen den Abbau von Arbeitsplätzen. Derzeit arbeiten rund 42.000 Menschen in dieser Branche.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - "Die 20.000 Beschäftigten im Handwerk wären von einem abrupten Einschnitt zuerst betroffen", sagte Carsten Körnig vom Bundesverband der Solarwirtschaft dem "Tagesspiegel am Sonntag". Der Sprecher der Aleo Solar, Hermann Iding, befürchtet demnach ein "Installateursterben", sollte die Bundesregierung sich für starke Subventionskürzungen entscheiden.

Auch der Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert eine "Absenkung der Solarstromförderung mit Augenmaß", andernfalls sei die Existenz der Branche gefährdet. Die Solarunternehmen hätten ihre Investitions- und Personalplanung auf die Ende 2007 beschlossene Solarstromförderung ausgerichtet. Eine drastische Absenkung setze Tausende Arbeitsplätze in innovativen Betrieben aufs Spiel und schwäche die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.

Das Bundesumweltministerium erwägt eine Kürzung der Vergütungen für Solarstrom in drei Schritten. Der Bundestag will Anfang Juni über die Novellierung des EEG entscheiden.

Momentan sind insgesamt nach Angaben des Blattes rund 42.000 Menschen in der Photovoltaik-Industrie beschäftigt. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten es laut einem kürzlich veröffentlichten Gutachten des Bundesverbandes Solarwirtschaft 54.000 sein.

Der Bundesverband der Solarwirtschaft vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 600 deutschen Solarunternehmen.