Verbraucherzuspruch

Solarboom durch "Öl–Krieg" und höhere Zuschüsse

Der Irak-Konflikt und verbesserte Förderkonditionen führen nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) zu einem Solaranlagen-Boom. Nach Angaben der Energie-Experten wuchs die Nachfrage nach Solaranlagen zur Öl- und Gaseinsparung im Monat März um über 140 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Gingen im Februar noch weniger als 5000 solare Förderanträge beim Bundesamt für Wirtschaft ein, so verzeichnete die Bundesbehörde im März bereits 10 444 Bauwillige. Die Antragsteller – zumeist Eigenheimbesitzer – erhalten einen durchschnittlich staatlichen Zuschuss in Höhe von etwa 1000 Euro. UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig: "Immer mehr Menschen haben offensichtlich das Bedürfnis, höheren Energiepreisen und möglichen Öl-Lieferengpässen gelassen entgegenzusehen. Deshalb setzen sie auf Solarenergie. Die in diesem Jahr besonders attraktiven Solarzuschüsse der Bundesregierung werden derzeit zum Renner."

Die Bundesregierung hat zu Jahresbeginn die Fördersätze für Solarwärmeanlagen um 30 Prozent erhöht. So erhalten z.B. Eigenheimbesitzer vom Bundesamt für Wirtschaft für die Installation einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung in diesem Jahr noch staatliche Zuschüsse in Höhe von 125 Euro je Quadratmeter Solarkollektorfläche auf dem Dach. Auch für die Solarstromproduktion mit Photovoltaikanlagen gibt es Investitionshilfen. Über das zum Jahresende auslaufende 100 000 Dächer-Solarstrom-Programm erhalten Verbraucher günstige Darlehen für Solarstromanlagen. Der Zinssatz beträgt 1,9 Prozent. Dazu gibt es vom Energieversorger über 20 Jahre gesetzlich garantiert 45,7 Cent für jede ins öffentliche Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom.