Umfrage

Solaranlagen werden oftmals überteuert verkauft

Photovoltaik-Anlagen werden wegen der Unwissenheit vieler Verbraucher mitunter viel zu teuer verkauft. Hersteller tragen zu den hohen Preisen häufig durch undurchsichtige Preispolitik bei, da den Verbrauchern so ein Preisvergleich erschwert wird. Im Schnitt jedoch sinken die Preise für Solaranlagen bereits.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Für Solaranlagen gleicher Qualität gibt es Preisunterschiede von mehreren Tausend Euro. Wie die Verbraucherzeitschrift "Finanztest" in Bezug auf eine Umfrage schreibt, nutzen offenbar einige Betriebe die fehlende Marktkenntnis vieler Hauseigentümer aus, um ihre Anlagen zu hohen Preisen zu verkaufen. An der Umfrage haben sich nach Angaben der Zeitschrift mehr als 600 Besitzer von Solarstromanlagen beteiligt.

Überteuerte Preise durch fehlende Information

Wie die Verbraucherschützer schreiben, rechnete eine Firma eine Anlage zum "Sonderpreis" von 3.050 Euro pro Kilowatt ab - zuzüglich rund 600 Euro für die Montage. Mit ihrem Kilowattpreis habe sie rund 1.000 Euro über dem Durchschnitt gelegen. Weiterhin sei aus der Umfrage hervor gegangen, dass sich bei der Preiskalkulation weder die Hersteller noch die Installateure gerne in die Karten schauen lassen. Nur in jeder fünften Rechnung, die Finanztest untersuchte, seien die Kosten detailliert aufgeschlüsselt gewesen.

Sinkende Preise für Photovoltaik-Anlagen

Die Preise für Solarstromanlagen sind dem Bericht zufolge in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Im August hätten Anlagen im Schnitt nur noch rund 2.360 Euro pro Kilowatt Leistung gekostet.

"Finanztest" rät, sich mindestens drei Kostenvoranschläge von Solarfachbetrieben oder Elektroinstallateuren einzuholen, die in der näheren Umgebung schon viele Anlagen erfolgreich installiert haben.