Strom-News
Monat MaiDie Solaranlagen Deutschlands erzielten eine neue Rekordmenge an Solarstrom: Im Mai wurden mehr als vier Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Mit einem Photovoltaik-Rechner lässt sich übrigens herausfinden, ob auch auf dem eigenen Dach eine Solaranlage rentabel ist.
Berlin (afp/red) - Solarstrom-Anlagen in Deutschland haben im Mai so viel Strom geliefert wie noch nie. Erstmals seien mehr als vier Milliarden Kilowattstunden Sonnenstrom in einem Monat erzeugt worden, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Freitag mit. Der bisherige Rekord lag demnach bei 2,6 Milliarden Kilowattstunden - und war genau ein Jahr alt. Das Plus bei der Erzeugung betrug auf Jahressicht entsprechend rund 40 Prozent. Die im Mai erzielte Menge entspricht etwa zehn Prozent des monatlichen Stromverbrauchs in Deutschland. Von Januar bis Mai erzeugten die Solaranlagen bislang 10,5 Milliarden Kilowattstunden.
Ein schlechter Monat war der Mai hingegen für die Windstrom-Anlagen: Sie lieferten gerade einmal 2,9 Milliarden Kilowattstunden Strom. Von Januar bis Mai hingegen wurden insgesamt 22,0 Milliarden Kilowattstunden Windstrom in die deutschen Netze eingespeist - also doppelt so viel wie beim Solarstrom.
Die deutschen Solaranlagen erzielten im Mai die bislang höchste Strommenge.
(Foto / Abb.: Daniel Schoenen / Fotolia.com)Der starke Anstieg der Photovoltaik-Einspeisung in diesem Jahr ist auf den weiteren Ausbau der Solaranlagen und die günstigen Sonnenverhältnisse zurückzuführen, so der BDEW. Aus dieser Entwicklung ergeben sich nach Berechnungen des Branchenverbandes Mehrkosten. Sie belaufen sich bis jetzt auf 460 Millionen Euro mehr als im Zuge der Berechnung der EEG-Umlage 2012 geplant war. Es bleibe abzuwarten, wie sich das EEG-Konto im Laufe des Jahres weiter entwickeln werde.
Grundsätzlich unterstütze die Energiewirtschaft weiterhin den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Da derzeit eine steigende, gesetzlich garantierte Vergütung die Entwicklung der Solarstromerzeugung ungebremst fördere, stiegen aber ebenso ungeregelt die damit verbundenen Kosten: "Die Prioritäten stimmen nicht mehr: Während im Netzbereich die Kosten auf den Cent genau reguliert und Investitionen nicht ausreichend gefördert werden, türmt sich mit Hilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes eine enorme Belastung für die Verbraucher auf", erläuterte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Deshalb sei eine Kürzung der Solar-Förderung nun vonnöten.
Photovoltaik-Anlagen erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit, weil sie eine umweltfreundliche und vielfältige Lösung der Energieversorgung sind. Auf die Frage, für wen sich die Installation einer solchen Anlage lohnt, liefert der kostenlose Photovoltaik-Rechner von Strom-Magazin.de eine schnelle Antwort. Denn nicht auf jedem Dach lässt sich die gleiche Leistung erzeugen. Wichtige Merkmale für die Errechnung der möglichen Strommenge sind etwa die Dachneigung und –ausrichtung oder auch die nutzbare Fläche des Daches.
Der Photovoltaik-Rechner berücksichtigt auch die staatliche Einspeisevergütung, die jährlich zu erwarten wäre. Das ist wichtig, weil sie einen zusätzlichen Gewinn zur Einsparung im Eigenverbrauch darstellt und von Region zu Region sehr unterschiedlich ausfallen kann. Dem Eigenverbrauch, der sich zum Beispiel an der letzten Stromrechnung ablesen lässt, wird die mögliche Leistung einer Photovoltaik-Anlage gegenübergestellt. So ist schnell ersichtlich, ob der eigene Strombedarf mittels Solarenergie gedeckt werden und noch Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.
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Der Ausbau der Photovoltaik und das frühsommerliche Wetter haben Deutschland am Freitag vor Pfingsten einen neuen Weltrekord bei der Stromerzeugung aus Sonnenenergie beschert. Zur Mittagszeit wurden 20.000 Megawatt überschritten, das entspricht der Leistung von 20 Atomkraftwerken.
Nach einer vorläufigen Entscheidung vom Donnerstagabend verhängte das Washingtoner Handelsministerium wegen Preisdumpings Zölle von etwa 31 Prozent für Produkte mehrerer Dutzend chinesischer Solarfirmen. Damit hat das Ministerium dem deutschen Marktführer Solarworld einen juristischen Etappensieg beschwert.
Trotz der Förderkürzungen lohnt sich die Investition in eine Solaranlage auf dem Dach für Haushalte nach wie vor. Wer Strom und Wärme mit Hilfe der Sonne selbst erzeuge, könne seine Energiekosten erheblich senken, sagte Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen am Donnerstag in Berlin.
Die Baugenossenschaft "Eisenbahnbauverein Harburg" baut im Hamburger Stadtteil Harburg-Wilstorf die größte Eisheizung der Welt. Fast 500 Wohnungen sollen mit dem neuen System beheizt werden. Die Heizung kombiniert Solar- und Erdwärme und soll nicht nur kostengünstig sein, sondern auch ordentlich Kohlendioxid einsparen.
Das US-Unternehmen First Solar will zum Herbst seine beiden Werke in Frankfurt (Oder) schließen. Damit werden rund 1.200 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sprach von einer dramatischen Entscheidung und setzte eine Arbeitsgruppe ein, die sich um die Stabilisierung des Industriestandortes bemühen soll.Strompreise vergleichen
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