Studie

Solaranlagen: Häufigste Fehlerquelle sind Schäden an Wechselrichtern

Eine Studie von EuPD Research hat gezeigt, dass der zunehmende Wettbewerb auf dem Solarmarkt große Auswirkungen hat. So sei etwa das Qualitätsbewusstsein der Kunden stark gestiegen. Als häufigste Fehlerquelle wurden Schäden an Wechselrichtern ausgemacht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (red) - Mit dem Wachstum der Solarleistung haben nach Ansicht der befragten Installationsbetriebe auch die Probleme zugenommen. Ganz oben auf der Liste der Fehlerquellen standen für die Befragten sowohl 2005 als auch 2006 Hardwaredefekte an Wechselrichtern. Für das Jahr 2005 gaben dies 19,4 Prozent der Installateure, für das Jahr 2006 schon 30,6 Prozent an.

Als zweithäufigste Problemursache wurde für das vorige Jahr "höhere Gewalt" angegeben, was vor allem im Schneebruch, dem Brechen der Module durch die zu hohe Schneelast im Rekordwinter 2005/2006, wurzelte. Als weitere Fehler folgen defekte Module und die Leistungsreduzierung durch Verschmutzung der Module.

Wichtigste Produkteigenschaft von PV-Anlagen war im vergangen Jahr nach Ansicht der von EuPD Research befragten Großhandels- und Installationsunternehmen die "Qualität der Verarbeitung" (rund 83 Prozent), während die Endkunden vor allem "Leistung/Wirkungsgrad" favorisierten. Als nächstwichtigste Eigenschaften wurden von den installierenden Betrieben die Garantiebedingungen und das Preis-Leistungsverhältnis genannt.

Aus Sicht der Installateure hat das Qualitätsbewusstsein der Endkunden zugenommen. Für 2004/2005 schätzten sie, dass die Qualität für 57 Prozent der Endkunden "sehr wichtig" gewesen sei, für das Jahr 2006 wurde dieser Anteil auf 68,6 Prozent geschätzt. Eine mögliche Erklärung für die gesteigerte Sensibilität der Kunden ist die Rückrufaktion von fehlerhaften Modulen durch BP Solar in der Mitte vorigen Jahres.

Grundlage der vergleichenden Datenanalysen bilden Studien über den deutschen Photovoltaikmarkt. In der Studie 2003 wurden rund 1800 Installateure befragt, in 2004/2005 waren es 1300 Installateure und Großhandelsunternehmen, in der Jahresstudie 2006/2007 1.528 Installations- und 145 Großhandelsunternehmen. Im Rahmen der Intersolar wurde Mitte des Jahres 2006 eine Endkundenbefragung durchgeführt.