Rentabler Betrieb

Solaranlagen als Kapitalanlage immer noch "erstklassig"

Eine Solaranlage auf dem Hausdach bleibt nach Einschätzung der Zeitschrift "Finanztest" auch trotz der nun sinkenden Fördersätze "eine erstklassige Kapitalanlage". Die Anlagen werfen laut der Zeitschrift trotz der Umlagekürzung immer noch eine sehr ordentliche Rendite ab, hieß es. Eine gute, sonnige Lage sei aber Voraussetzung.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Für im zweiten Halbjahr installierte Anlagen sind Renditen von fünf bis neun Prozent möglich - eine gute Lage des Hauses mit viel Sonneneinstrahlung vorausgesetzt, wie die Zeitschrift in ihrer am Dienstag erscheinenden August-Ausgabe berichtet. Doch selbst durchschnittliche Stromerträge reichten noch aus, um eine Dachanlage auch in Zukunft rentabel zu betreiben. Zwar habe die Bundesregierung eine Kürzung der Fördersätze für Solarenergie beschlossen, jedoch seien auch die Preise für die Solaranlagen gesunken.

Attraktiv als Geldanlage sind Solaranlagen auf dem Dach, weil der Staat eine langfristige Abnahme des Sonnenstroms zu festen Preisen garantiert: Die Energie wird in das Stromnetz eingespeist und der örtliche Stromanbieter ist verpflichtet, 20 Jahre lang eine feste Vergütung zu zahlen. Das sind ab 1. Juli 34,05 Cent pro Kilowattstunde - 13 Prozent weniger als bisher. Für Solaranlagen, die ab dem 1. Oktober in Betrieb gehen, sinkt die Vergütung auf 32,88 Cent pro Kilowattstunde. Zum 1. Januar 2011 erfolgt eine weitere Kürzung nochmals um neun bis 13 Prozent.

Wie "Finanztest" unter Berufung auf den Bundesverband Solarwirtschaft berichtet, mussten Verbraucher für eine Komplettanlage im Frühjahr 2010 aber nur noch rund 2900 Euro pro Kilowatt Leistung ausgeben. Das seien fast 30 Prozent weniger als noch zu Beginn des Jahres 2009. Zwar hätten die Kürzungspläne der Bundesregierung einen Nachfrageboom ausgelöst und den Preisverfall für Solarenergie zunächst gebremst, nun sei jedoch wieder mit sinkenden Kosten zu rechnen.

Die Experten weisen allerdings darauf hin, dass Anlagenbetreiber mit jährlichen Betriebskosten wie Ausgaben für Wartung und Reparaturen von 1,0 bis 1,5 Prozent des Anschaffungspreises rechnen müssten. Auch Kosten für eine geeignete Haftpflichtversicherung kommen demnach hinzu. Das sollte Interessierte der Zeitschrift zufolge jedoch nicht abschrecken: Denn durch einen hohen Eigenverbrauch lässt sich den neuen Regelungen zufolge die Rendite weiter steigern.