Sinkende Einspeisevergütung

Solaranlage: Was bekomme ich für meinen Solarstrom?

Wer eine Solaranlage auf seinem Hausdach hat, bekommt für den daraus erzeugten Strom, der ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, Geld vom Staat. Diese Einspeisevergütung ist zum Jahresbeginn 2010 erst gesunken, soll aber noch weiter sinken. Wer ist davon betroffen und was bekommt man noch für seinen Solarstrom?

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Wer eine neue Solarstromanlage installiert, erhält dafür schon bald deutlich weniger Geld vom Staat. Die Bundesregierung will die Vergütung für Strom aus Photovoltaik schon in wenigen Monaten nochmals deutlich kürzen. Betroffen von den Änderungen sind nur neue Anlagen, für alte Anlagen gelten weiter die alten Fördersätze.

Ab April noch 33 Cent pro Kilowattstunde

Die Einspeisevergütung für Solarstrom war Anfang des Jahres um rund zehn Prozent gekürzt worden, nun sollen weitere 15 Prozent hinzukommen. Für Dachanlagen soll die Änderung zum 1. April in Kraft treten, für Anlagen auf Freiflächen zum 1. Juli. Die maximale Förderung sinkt dann von derzeit 39 Cent pro Kilowattstunde auf gut 33 Cent. Bei Solaranlagen auf Ackerflächen wird sogar um 25 Prozent gekürzt.

Solarstrom selbst nutzen lohnt sich mehr

Mehr lohnen soll es sich künftig, den selbst produzierten Strom vom Dach auch selbst zu verbrauchen. Wer seinen eigenproduzierten Strom selbst nutzt, erhält dafür ebenfalls eine Förderung, zusammengerechnet mit der Ersparnis für den nicht benötigten Strom vom Versorger lohnt sich das bereits mehr als die Einspeisung von Solarstrom ins allgemeine Stromnetz. Dieser Vorteil soll nun von rund drei auf etwa fünf Cent pro Kilowattstunde steigen.

Vergütung von Anzahl der Anlagen abhängig

Die Kosten für die Solarsubventionen waren in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, da Verbraucher und Unternehmen deutlich mehr Solarstromanlagen installierten als ursprünglich geschätzt. Der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Absenkungsautomatismus soll Röttgen zufolge in der Höhe der vorgesehenen Kürzungen erhalten bleiben. Allerdings soll ein neuer mengenabhängiger Abschlag eingeführt werden. Werden mehr Photovoltaik-Anlagen gebaut, sinkt die Förderung stärker. Sollte sich der Markt zurückentwickeln, werde die Solarförderung wieder steigen.