Alle Gefahren

Solaranlage: Richtige Versicherung gegen Diebstahl

In letzter Zeit häufen sich Berichte über Diebstähle von Solaranlagen, bei denen Langfinger die Anlagen direkt vom Dach abmontieren. Die Hausbesitzer staunen dann nicht schlecht, wenn die Versicherung den Diebstahl der Solaranlage nicht deckt. Denn oft bringt die Wohngebäudeversicherung nur begrenzten Schutz.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (red) – Immer mehr Hauseigentümer entscheiden sich für eine Solaranlage auf dem eigenen Dach. Dass die sich finanziell lohnen kann, haben offenbar auch Langfinger mitbekommen und stehlen Solaranlagen jetzt nicht mehr nur aus Lagerräumen und Transportern, sondern auch direkt vom Dach. Betroffene sind dann oft böse überrascht, denn der Diebstahl einer Sorlaranlage ist in der Versicherung für Wohngebäude in der Regel nicht abgedeckt.

Wohngebäude-Versicherung kommt nicht für alle Schäden auf

Oft schützt die Wohngebäudeversicherung Solaranlagen nur begrenzt und nicht gegen jede Gefahr. "Die verbundene Wohngebäudeversicherung kommt grundsätzlich nur für Schäden auf, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel entstanden sind", erklärt Andrea Heyer, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Damit schließt sie - anders als die Hausratversicherung - Einbruchdiebstahl und Vandalismus nicht mit ein. Wer seine Solaranlage gegen jede Gefahr absichern möchte, müsse demnach eine spezielle Photovoltaikversicherung abschließen, welche eine sogenannte All-Risk-Police enthält. "Dort sind dann alle Gefahren abgedeckt, bis auf solche die ausdrücklich ausgeschlossen sind, wie beispielsweise durch eine betriebsbedingte Abnutzung.

Solaranlage Versicherung: Kosten variieren deutlich

Eine Prämie für die Versicherung einer Solaranlage hängt von der Größe sowie dem Wert und der erbringenden Leistung der Anlage ab. Dabei richtet sich der Versicherungsschutz an alle Bestandteile, die zum ordentlichen Betrieb der Solaranlage benötigt werden. Wie bei allen Versicherungen lohnt sich auch hier ein Vergleich, denn die Kosten variieren je nach Anbieter deutlich, wie die Verbraucherzentrale Sachsen mitteilt.