Startschuss

Solaranlage auf der Neuen Messe Stuttgart geht in Betrieb

Eine der größten auf Gebäuden installierten Solaranlagen der Welt ist bei Stuttgart entstanden: das 3,8-Megawatt-Fotovoltaik-Kraftwerk von Greenpeace Energy auf den Dächern der Landesmesse Stuttgart. So sollen rund 1800 Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Stuttgart (sm) - Am Donnerstag ist die Anlage im Beisein von Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger in Betrieb genommen worden. Das 15 Millionen Euro teure Sonnen-Kraftwerk besitzt eine Spitzenleistung von 3,8 Megawatt und soll im Jahr voraussichtlich 3,45 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem Durchschnittsverbrauch von 1.100 Haushalten; die CO2-Einsparung liege bei etwa 1.800 Tonnen im Jahr, so Greenpeace.

Die Arbeit an dem 15 Millionen Euro teuren Fotovoltaik-Kraftwerk begann im September vorigen Jahres. 21.132 Module wurden auf insgesamt 27.000 Quadratmetern Dachfläche installiert. "Die Herausforderung war, die Module so anzubringen, dass sie das architektonisch anspruchsvolle Gesamtkonzept der Neuen Messe Stuttgart nicht beeinträchtigen. Das ist gelungen, ohne den Messebetrieb zu stören", erklärte Udo Möhrstedt, Vorstandsvorsitzender von IBC Solar. Das Unternehmen errichtete die Anlage als Generalunternehmer und ist für die Wartung im laufenden Betrieb zuständig. Bauherr und Betreiber ist Planet energy, eine 100-prozentige Tochterfirma des Ökostrom-Anbieters Greenpeace Energy.

Das Fotovoltaik Kraftwerk auf dem Dach der Neuen Messe Stuttgart ist mit 3,8 Megawatt nach Angaben der Betreiber die sechstgrößte auf Gebäuden installierte Solaranlage der Welt. An der Spitze der Rangliste liegen Anlagen in Saragossa, Spanien (11,8 MW) und Kameyama, Japan (5,21 MW). Auf Gebäuden installierte Fotovoltaik-Kraftwerke gelten als besonders umweltfreundlich, weil sie über die ohnehin vorhandene Bauten hinaus keinen zusätzlichen Flächenbedarf haben.