Urteil

Solaranlage auf denkmalgeschütztem Haus darf bleiben

Auf einem denkmalgeschützten Haus in Speyer dürfen Solarkollektoren angebracht werden. Die Anlage störe das Erscheinungsbild des geschützten Straßenzuges in der historischen Stadt nicht, entschied das Verwaltungsgericht Neustadt/Weinstraße in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil vom 24. März.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Neustadt/Speyer (dapd/red) - Hintergrund der Entscheidung ist die Klage eines Hauseigentümers gegen die Stadt Speyer. Der Besitzer einer in den Jahren 1910 und 1911 errichteten Doppelhaushälfte, die der Architekt Karl Barth als sogenannte Beamtenhäuser entworfen hatte, hatte im Juli 2009 Kollektoren für Solarenergie auf der Dachfläche errichtet. Die Häuser stellen nach der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz bemerkenswerte Vertreter des Heimatstils dar.

Kein gewichtiger Eingriff ins Stadtbild

Erst nachträglich wollte der Hausbesitzer eine Baugenehmigung bei der Stadtverwaltung einholen, die diese nicht erteilte. Dagegen zog der Hausbesitzer vor Gericht und bekam nun Recht. Bei einem Ortstermin entschieden die Richter, dass die Solarenergie Anlage den Charakter des Straßenzuges nicht verändert.

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