Zwischenlösung

Solar-Unternehmer für längere AKW-Laufzeiten

Thomas Krupke, Vorstandschef des größten deutschen Solarmodulherstellers Solon AG, kann sich vorstellen, dass die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängert werden. "Atomkraft ist nichts, was meiner Ansicht nach forciert werden sollte, weil es gefährlich ist. Die Verlängerung der Atomkraftwerke kann aber eine Zwischenlösung sein", sagte er dem Tagesspiegel.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Das gelte aber nur für die modernen Werke der zweiten Generation. "Da kann man gerne drei bis fünf Jahre drauflegen", sagte Krupke.

Die rot-grüne Bundesregierung hatte 2002 den langfristigen Ausstieg aus der Atomenergie vereinbart. Bis 2020 soll das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz gehen. Die jetzt regierende Koalition aus SPD und Union streitet intern seit Jahren über eine Verlängerung der Laufzeiten. Allerdings lässt die Regelung zu, Strommengen von alten auf neuere Meiler zu übertragen. Die erlaubte Gesamtstrommenge bis zum Ende der Atomenergie in Deutschland bleibt dabei gleich.

Eine Rücknahme des Atomausstiegs in der nächsten Legislaturperiode hält Solon-Chef Krupke für "bedenklich". "Das heißt, dass die Atomlobby mit ihrem Geld gut gearbeitet hat. Wir dürfen nicht vergessen: Uran ist ein fossiler Energieträger", sagte er.