Solar - na klar!

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Der "Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewußtes Management" (B.A.U.M. e.V.), ein Zusammenschluß von rund 450 ökologisch engagierten Unternehmen aller Größen und Branchen mit rund 2,5 Millionen Beschäftigten, hat im März dieses Jahres die bislang größte, nichtkommerzielle Kampagne für Solarwärme in Deutschland initiiert. Unter dem Motto "Solar - na klar!" will man in den kommenden drei Jahren die Öffentlichkeit für Sonnenenergie sensibilisieren, umfassend informieren und für den Einsatz von Solarwärmeanlagen - mit diesen lassen sich Heizwärme und Warmwasser erzeugen - gewinnen. Ziel ist es, die derzeitig installierte Kollektorfläche von etwa 400.000 Quadratmeter auf 2,4 Millionen Quadratmeter im Jahr 2003 zu steigern. Sollte sich diese Marktentwicklung realisieren lassen, werden in den kommenden fünf Jahren zehntausende zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstehen, überdies wird die Kohlendioxid-Emission um eine Millionen Tonnen verringert. "Mit der Solarkampagne wollen wir die Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Wärmeerzeugung mit Solarenergie informieren. Zahlreiche Förderprogramme öffentlicher und privater Stellen unterstützen derzeit den Verbraucher bei der Installation eigener Anlagen", so Dr. Maximilian Gege, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des B.A.U.M. e.V. und Sprecher der Kampagne. Die Schirmherrschaft obliegt Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundesumweltminister Jürgen Trittin.


Zentraler Baustein der Kampagne ist die Info-Broschüre "Solarwärme", die Antworten auf die häufigsten Fragen der Verbraucher gibt: Wie funktioniert Solarwärme? Wo kann man technische und organisatorische Beratungshilfen in Anspruch nehmen? Wie teuer ist die Installation einer Anlage? Und wo sind die entsprechenden Fördermittel zu beantragen? Fragen über Fragen, die in der kostenlosen Informationsbroschüre beantwortet werden. Unter der Telefonnummer 0180 - 500 18 71 ist die Broschüre kostenlos erhältlich. Schriftlich ist sie anzufordern beim B.A.U.M. e.V., Peter Krabbe, Osterstraße 58, 20259 Hamburg, Tel: 0 40-49 07-11 13, Fax: 0 40-49 07-11 99.


Hintergrund der Kampagne, die seit Ende 1997 vom B.A.U.M. e.V. und seinen Kooperationspartnern vorbereitet wird, ist die Tatsache, daß der deutsche Solarwärmemarkt wächst. Das Interesse der Bevölkerung an Sonnenenergie und die Kaufbereitschaft für Solaranlagen, insbesondere bei Solarwärmeanlagen, hat offensichtlich stark zugenommen. Aktuelle Umfragen zeigen, daß 94 Prozent der bauinteressierten Bürger bereit sind, mehr Geld für ökologisches Bauen auszugeben.


Die Vorteile von Solarwärme - übrigens die einfachste Form, die kostenlose Energie der Sonne effizient zu nutzen - liegen auf der Hand. In erster Linie ist sie umweltfreundlich; eine absolut saubere Energieform und ein sichtbares Zeichen für Umweltengagement. Eine Solaranlage liefert in Deutschland genug Energie, um 100 Prozent des Warmwasserbedarfs von Mai bis September zu decken. Das entspricht einem Jahresdurchschnitt 50 bis 70 Prozent, im Sommer kann der Heizkessel gar ausgeschaltet werden. Moderne Anlagen sparen also im Jahresdurchschnitt über 60 Prozent konventioneller Energie für die Wassererwärmung ein. Zudem hilft Solarwärme, begrenzte und wertvolle fossile Brennstoffe einzusparen. Aber auch die finanziellen Aspekte sind nicht zu vernachlässigen: Zum einen macht Solarwärme mittel- und langfristig ein Stück weit unabhängig von Energiepreiserhöhungen, zum anderen trägt eine Solarwärmeanlage zur Wertsteigerung des Hauses bei. Kurzum: Solarwärme ist eine saubere und unerschöpfliche Energie - eine Energie vom anderen Stern!


Zu den Trägern und Förderern der "Solar - na klar!"-Kampagne gehören neben dem Initiator B.A.U.M. der renommierte Bund Deutscher Architekten (BDA, 4500 Mitglieder), der Bundesverband Solarenergie (BSE, 35 bedeutende Unternehmen aus Solarthermie und Photovoltaik), der Deutsche Fachverband Solarenergie (DFS, größte Industrievertretung deutscher Solarfirmen mit 115 angeschlossenen Unternehmen), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS, ältester Solarverband Deutschlands mit 4000 Mitgliedern), der Deutsche Naturschutzring (DNR, Vertretungsorgan von 108 Umwelt- und Naturschutzverbänden mit 5,2 Millionen Mitgliedern) und der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK, bundesweite Vertretung von 35.000 Handwerksbetrieben der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik). Maßgeblich unterstützt wird die Kampagne durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Weitere Förderer sind die Ruhrgas AG, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, die Umwelt- und Wirtschaftsministerien aller Bundesländer, die Solarindustrie, das Handwerk sowie die Allianz Umweltstiftung. Letztere unterstützt die Kampagne mit dem Projekt "SOLARschulen 2000", in dessen Rahmen rund 100 Solarwärmeanlagen für ausgewählte Schulen finanziert werden.


Die Bemühungen, Potentiale von Marktpartnern aus Industrie und Handwerk, der maßgeblichen Solarverbände sowie aller gesellschaftlichen Kräfte zu bündeln, offenbaren das Interesse der Initiatoren, einen Nachfrageschub auf dem Markt für solarthermische Anlagen auszulösen. Derzeit wird Solarwärme zu weit weniger als einem Prozent für die Energieversorgung in Deutschland eingesetzt. Doch der Markt für Solarwärmeanlagen ist in Bewegung. "Mit zu erwartenden Wachstumsraten von jährlich über 30 Prozent gewinnt der Solarmarkt an Gewicht", so Dr. Gege.


Parallel zum steigenden Interesse der Bürger an Solarenergie sehen auch immer mehr Heizungsbauer und Installateure die Solartechnik als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld. In den letzten Jahren sind alle bedeutenden Heizungshersteller sowie regionale und überregionale Großhändler in den Solarmarkt eingestiegen. Im Mittelpunkt der "Solar - na klar!"-Kampagne stehen deshalb zunächst die Aktivitäten für das Handwerk. Handwerksbetriebe, die sich bei der Solarkampagne registrieren lassen, erhalten ausführliche Informationspakete, Arbeitsmittel sowie Vermittlung von Schulungen. Außerdem werden sie den Verbrauchern als Solar-Fachbetriebe empfohlen. Eine umfangreiche "Solarbroschüre Handwerk" informiert über Chancen, Potentiale und Einstiegsmöglichkeiten bei "Solar - na klar!". Die Information und Registrierung der Fachbetriebe erfolgt zentral über die Telefon-Hotline 040/4907-14 90 bei B.A.U.M.


Zur Zeit sind über 3500 Handwerksbetriebe bei der Kamapgne "Solar - na klar!" registriert. "Wir freuen uns über die große Resonanz im Vorfeld der Kampagne und rufen weiterhin jeden Handwerker auf, sein Know-how als Energieexperte vor Ort einzubringen und bei "Solar na klar!" mitzumachen", so Heinz-Dieter Heidemann, Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung. "Um der hohen Nachfrage nach Solarwärme gerecht zu werden, sind qualifizierte Handwerker gefragter denn je", führt Heidemann fort. "Solarwärmetechnik ist eine optimale Ergänzung zur konventionellen Heiztechnik. Handwerksbetriebe, die jetzt in den wachsenden Solarwärmemarkt einsteigen, verschaffen sich Wettbewerbsvorteile, binden bestehende Kunden und gewinnen neue hinzu".


Detaillierte Informationen zur Kampagne sind beim Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewußtes Management (B.A.U.M. e.V.) erhätlich: Osterstraße 58, 20259 Hamburg, Tel.: 040/49 07-14 90, Fax: 040/49 07 14 99, e-Mail: info@baumev.de, Website: http://www.baumev.de oder http://www.solar-na-klar.de.