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13.08.2010, 13:12 Uhr

Strom-News

Umfrage

Sogar Unionswähler wollen keine längeren AKW-Laufzeiten

In einer Umfrage der Meinungsforscher von Emnid für den Nachrichtensender N24 zeigt sich erneut eine breite Mehrheit gegen eine Abkehr vom Atomausstieg. Sogar unter den Unionswählern sprechen sich 57 Prozent gegen verlängerte Laufzeiten über 2021 hinaus aus. Doch noch scheint eine Entscheidung nicht festzustehen.

Berlin (ddp/red) - Für eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten gibt es demnach keine Mehrheit. Insgesamt lehnen 59 Prozent der Deutschen eine Laufzeitenverlängerung über das Jahr 2021 hinaus ab. Bei den SPD-Wählern sind sogar 81 Prozent dagegen. Doch auch die Unionswähler wollen mehrheitlich keinen ungebremsten Atomkurs: 57 Prozent der CDU/CSU-Anhänger sagen Nein zu AKW-Laufzeiten über 2021 hinaus.

Kraftwerk (Foto / Abb.: Bernd Boscolo / Pixelio.de)

Ende Juli hatten mehr als drei Viertel der Deutschen eine Laufzeitverlängerung von mehr als zehn Jahren für die heimischen Atomkraftwerke in einer Umfrage für die Wochenzeitung "Die Zeit" abgelehnt. 48 Prozent sprachen sich sogar dafür aus, die Laufzeiten gar nicht zu verlängern. Besonders hoch war die Ablehnungsquote in Baden-Württemberg.

Nach geltendem Recht muss der letzte der 17 deutschen Atommeiler um das Jahr 2022 herum abgeschaltet werden. Von einer Laufzeitverlängerung würden die vier großen Stromkonzerne deutlich profitieren. In einer aktuellen Analyse geht die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) davon aus, dass die Konzerne bei einem Strompreis von 52 Euro pro Megawattstunde im Falle einer Laufzeitverlängerung um zehn Jahre mit Zusatzgewinnen in Höhe von 44 Milliarden Euro rechnen könnten.

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