Vorratshaltung

So viel Holz vor der Hütt'n hat Deutschland

Die privaten Haushalte in Deutschland haben viel mehr "Holz vor der Hütt'n" als noch vor zwei Jahren. Gelagert wird mehr als doppelt so viel wie noch 2010. Das belegt eine aktuelle Studie der Universität Hamburg, die unter Leitung von Prof. Dr. Udo Mantau vom Zentrum Holzwirtschaft durchgeführt wurde.

Holzstapel© Andrea Sachs / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) - Demnach stapeln sich vor deutschen Eigenheimen insgesamt rund 50 Millionen Festmeter oder umgerechnet 70 Millionen Raummeter Scheitholz. Das entspricht mehr als der zweifachen Menge an Scheitholz, die 2010 hierzulande in Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkaminen verfeuert wurde.

Geringerer Verbrauch im letzten Winter

Nimmt man Schnittholzreste und gebrauchtes Holz sowie Pellets und Holzbriketts hinzu, errechnet sich für das Kalenderjahr 2010 ein Brennholzverbrauch von 34 Millionen Festmetern. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sowohl der Januar als auch der Dezember 2010 extrem kalt ausgefallen sind, im vergleichsweise milden vergangenen Jahr ist der Verbrauch wieder deutlich zurückgegangen.

Die Angst, dass Holz knapp werden könnte, sei unbegründet. Sowohl die bewaldete Fläche als auch die dort stehenden Holzvorräte nähmen Jahr für Jahr zu. Darauf macht der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. aufmerksam, der die Hersteller moderner Feuerstätten vertritt und sich neben neun weiteren Verbänden, darunter die holzverarbeitende Industrie, an der Finanzierung der Studie beteiligt hat.

Nur gut abgelagertes Holz darf verbrannt werden

"Bemerkenswert sind alleine schon die hohen Lagerbestände an Scheitholz, die für mindestens zwei strenge Winter reichen", so HKI-Geschäftsführer Frank Kienle. "Das lässt nur einen Schluss zu: Die Kaminofenbesitzer planen im Voraus und lagern das Brennholz ordnungsgemäß ein. Denn nur trockenes Holz, das mindestens zwei Jahre gut abgelagert wurde, darf verfeuert werden. Wie die Zahlen der Studie zur Energieholzverwendung in privaten Haushalten belegen, scheint genau dies der Fall zu sein."