Windenergie

So viel Energie liefern die deutschen Windparks

Die Windkraftanlagen vor der deutschen Nordseeküste liefern derzeit knapp zehn Prozent der gesamten Windstromproduktion in Deutschland. Die Kapazitäten zur Übertragung wurden stark erhöht; hier muss die Erzeugung noch nachziehen.

Windkraft© Rebel / Fotolia.com

Bayreuth – Die Stromproduktion aus den Windkraftwerken vor der deutschen Küste ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Die Anlagen in der Nordsee lieferten 7,4 Terawattstunden Strom und damit fast das Sechsfache des Vorjahreswertes von 1,25 Terawattstunden, wie der Netzbetreiber Tennet in Bayreuth mitteilte. Das sind 9,6 Prozent des gesamten deutschen Windstroms (77 Terawattstunden). Dazu kommen 0,8 Terawattstunden aus den Windkraftwerken auf der Ostsee, wo das Netz von 50Hertz betrieben wird.

Windkraftwerke müssen in der Erzeugung nachziehen

"Im ersten Halbjahr haben wir unsere Kapazitäten zur Anbindung der Nordsee-Windanlagen von 575 auf 4.300 Megawatt stark gesteigert", sagte Lex Hartmann, Mitglied der Tennet-Geschäftsführung. Nun müssten die Erzeugungskapazitäten der Offshore-Windparks nachziehen.

Tagesdurchschnitt im Dezember bei 1.733 Megawatt

Ende 2015 lagen sie bei rund 3.000 Megawatt, also um 1.300 Megawatt unterhalb der Übertragungsmöglichkeiten. Tatsächlich wurden am stärksten Windtag - dem 11. November - 2.631 Megawatt eingespeist. Im Dezember leisteten die Windparks im Durchschnitt 1.733 Megawatt. Zum Vergleich: Ein konventionelles Großkraftwerk liegt bei 800 bis 1.200 Megawatt.

Quelle: DPA