Fördersystematik

So läuft die Förderung von Ökostrom

Wie funktionieren eigentlich die Fördersysteme für erneuerbare Energien? In Europa setzen die meisten Staaten auf Einspeisevergütungen, um den Ausbau von erneuerbaren Energien in ihren Ländern voranzubringen. Manche regeln die Förderung von Ökostrom aber auch über Quoten.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - In Deutschland wurde das Ökostrom Fördersystem 1991 mit dem Stromeinspeisegesetz eingeführt und im Jahr 2000 mit dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) verfeinert und ausgeweitet.

Grundprinzip: Wer Strom aus einer erneuerbaren Quelle wie Wind, Sonne, Erdwärme oder Biomasse produziert, bekommt dafür einen Fixpreis, der für 20 Jahre gilt und oberhalb des Marktpreises liegt. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den Ökostrom abzunehmen. Die Differenz zwischen der Vergütung und dem Marktpreis dürfen sie auf alle Stromkunden umlegen. Ausgenommen sind allerdings besonders energieintensive Industriebetriebe.

Als Alternative läuft die Förderung von Ökostrom in einzelnen Ländern über Quoten, so zum Beispiel in Großbritannien und Italien. Ein solches Quotensystem mit Zertifikatehandel wird auch für Europa immer wieder diskutiert. Es funktioniert so: Staatlich wird eine Mindestquote am Stromverbrauch festgelegt, die aus erneuerbaren Quellen kommen muss.

Ökostrom-Erzeuger können ihren Strom ganz normal zum Marktpreis verkaufen. Zusätzlich bekommen sie von einer Vermittlungsbehörde Zertifikate. Diese Zertifikate sind handelbar. Wer selbst als Erzeuger keinen oder zu wenig Ökostrom im Portfolio hat, kann die Papiere kaufen und so die Quote erfüllen. Die Idee ist, dass der grüne Strom dort produziert wird, wo es besonders günstig ist.