Hochpreisland

So hoch sind die Strompreise in Deutschland

Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte, zahlen die Deutschen im EU-weiten Vergleich die zweithöchsten Strompreise. Während die Kilowattstunde Strom für private Haushalte in der EU im Schnitt 16,5 Cent kostet, liegt der Preis in Deutschland bei 22,9 Cent pro Kilowattstunde.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Luxemburg (ddp/red) - Kaufkraftbereinigt liege Deutschland auf dem dritten Platz der Strompreise. Am meisten zahlten in der EU die Dänen für Strom (25,5 Cent pro Kilowattstunde), am wenigsten die Bulgaren (8 Cent pro Kilowattstunde).

Entgegen des EU-weiten Trends seien in Deutschland die Strompreise zwischen dem zweiten Halbjahr 2008 und dem zweiten Halbjahr 2009 um 4,5 Prozent gestiegen. Europaweit habe sich Strom für Privathaushalte im Durchschnitt um 1,5 Prozent verbilligt. Die höchsten Preisrückgange verzeichneten Zypern (20 Prozent) und Italien (10 Prozent). Die stärksten Preissteigerungen gab es in Polen (18 Prozent) und Luxemburg (17 Prozent).

Nach Angaben von eurostat ist auch der Anteil der Steuern am Strompreis in Deutschland im europäischen Vergleich mit 41 Prozent am zweithöchsten. Nur Dänemark habe mit 56 Prozent einen höheren Anteil. Im Durchschnitt liege der Anteil in den 27 Mitgliedsstaaten der EU bei 26 Prozent.

Die Gaspreise für private Haushalte seien im gleichen Zeitraum europaweit um 16,0 Prozent gefallen. In Deutschland habe der Rückgang der Gaspreise bei 22,8 Prozent gelegen. Damit war der Rückgang in Deutschland stärker als im EU-Durchschnitt.

Im Vergleichszeitraum zwischen 2007 und 2008 sind die Preise für Gas europaweit um 21,0 Prozent gestiegen. Strom habe sich im gleichen Zeitraum um 6,8 Prozent verteuert.

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