Linde-Verfahren

So funktioniert eine Klimaanlage

Eigentlich funktionieren Klimageräte ähnlich wie Kühlschränke, nur dass die kühle Luft in den Raum geblasen und nicht im Gerät belassen wird. Das Verfahren ist über 130 Jahre alt. Wenn es richttig heiß ist, müssen Klimaanlagen Schwerstarbeit leisten - und fallen dann auch schon mal aus, wie derzeit in Zügen der Deutschen Bahn.

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Berlin (ddp/red) - Eine Klimaanlage entzieht der Raumluft die Wärme. Sie wird mit flüssigem Kältemittel betrieben. Die Klimaanlage saugt dabei die warme Luft aus dem Raum an und das Kältemittel nimmt die Wärme der Luft auf. Danach wird die abgekühlte Luft wieder in den Raum zurückgeleitet. Das Prinzip basiert auf dem sogenannten Linde-Verfahren, das 1876 von Carl von Linde erfunden wurde. Demnach funktioniert eine Klimaanlage ähnlich wie ein Kühlschrank.

Wenn die warme Raumluft durch die Klimaanlage geblasen wird, erwärmt sich das Kältemittel in einem sogenannten Wärmetauscher und verdampft. Das nun gasförmige Kältemittel wird daraufhin in einem Verdichter zu einem heißen Kältemitteldampf komprimiert. Durch vorbeiströmende Außenluft wird dieser Dampf abgekühlt und verflüssigt sich. Nun ist das Kühlmittel zurück im Ausgangsstadium, der Kreislauf beginnt von Neuem. Dieses Prinzip funktioniert ebenso im ICE.

Je wärmer es draußen ist, desto härter muss eine Klimaanlage arbeiten. Bevor sie sich überhitzt, schaltet sie sich ab. Laut Deutscher Bahn ist die Klimaanlage im ICE je nach Modell auf nicht mehr als 32 bis 35 Grad Außentemperatur ausgelegt.