Wachsender Bürgerunwille

Skepsis gegenüber offenbar fertigem Endlager Gorleben

Im Wendland wächst die Skepsis gegenüber amtlichen Erklärungen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in Gorleben. Eine große Mehrheit der Bevölkerung von Lüchow-Dannenberg befürchtet, dass der Salzstock Gorleben bereits zu einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll ausgebaut wurde.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Lüchow (ddp-nrd/red) - Diese Ansicht vertraten 66 Prozent der Teilnehmer einer vor zwei Wochen gestarteten Leserumfrage der "Elbe-Jeetztel-Zeitung". Nur 34 Prozent waren der Meinung, der Salzstock werde ergebnisoffen erkundet. An der Internet-Umfrage beteiligten sich bis Sonntag 1217 Leser des Blattes.

Die Atomkraftgegner aus dem Wendland vermuten schon länger, dass im Salzstock "unter dem Deckmantel der Erkundung" ein Endlager errichtet wurde. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber des Bergwerks hatte eingeräumt, Gorleben sei größer gebaut worden als es für eine Erkundung notwendig gewesen wäre. Die Arbeiten haben nach offiziellen Angaben bislang 1,51 Milliarden Euro gekostet.