Silizium: Energieträger der Zukunft?

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Die Energieprobleme der Menschheit könnten durch die Idee eines deutschen Wissenschaftlers gelöst werden. Der Frankfurter Chemieprofessor Norbert Auner hat herausgefunden, dass sich Silizium perfekt dazu eignet, Energie zu speichern und sicher zu transportieren. Das berichtet das Hamburger Magazin "stern" in seiner neuen Ausgabe.


Silizium, auch Grundstoff für die Herstellung von Computerchips und Silikon, wird problemlos aus Sand gewonnen. Und Sand (chemisch Siliziumdioxid) ist als Hauptbestandteil der Erdoberfläche praktisch unbegrenzt. Der Energieträger Silizium hätte mehrere Vorteile, schreibt die Zeitschrift. Zum einen entstehen keinerlei Gase, die wie Kohlendioxid die Erdatmosphäre angreifen. Dann sei Silizium (im Gegensatz zum alternativen Energieträger Wasserstoff) sicher zu transportieren und könne Energie langfristig speichern.


Die Energiegewinnung aus Sand liefe nach dem Modell von Prof. Auner wie folgt ab. In sonnenreichen Regionen, etwa Nordafrika, erzeugen Solarkraftwerke Strom. Mit diesem Strom wird Sand zum silbrig glänzenden Metall Silizium gebrannt, das dann Energie in sich trägt. Bei Verbrennung wird Silizium wieder zu Sand, aus dem erneut Silizium gewonnen werden kann. Kraftwerke und Heizungen, aber auch Autos könnten so mit Silizium angetrieben werden. Autos müssten dazu mit einem Keramikmotor ausgerüstet werden, der zur Zeit entwickelt wird, schreibt der "stern".