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KooperationDer Technologiekonzern Siemens will künftig mit dem staatlichen russischen Energiekonzern Gazprom zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten die Vorstandsvorsitzenden beider Unternehmen am Donnerstag in St. Petersburg, wie der Münchener DAX-Konzern mitteilte.
München (ddp/red) - Siemens und der Gasanbieter Gazprom wollten bei der Entwicklung von Technologien zur Erdgasverflüssigung (Liquefied Natural Gas, kurz LNG) kooperieren.
Das gemeinsame Entwicklungsprogramm umfasse den Bau einer LNG-Demonstrationsanlage. Darüber hinaus sei die Fertigung gemeinsamer Komponenten für russische LNG-Anlagen denkbar. Außerdem wollen Gazprom und Siemens den Angaben zufolge gemeinsam den Arbeitsrahmen für die Entwicklung des Shtokman-Gasfelds abstecken. Das Feld Shtokman in der Barentssee ist eine der größten Gaslagerstätten der Welt.
"Siemens hat schon immer schon ein besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit in und mit Russland gerichtet", sagte Vorstandschef Peter Löscher. "Gazprom ist ein langfristiger Partner. Heute haben wir einen weiteren Schritt getan, um unsere Partnerschaft in einem strategisch wichtigen Feld zu vertiefen".
Erst vor vier Wochen hatte sich Siemens in Russland mit der russischen Federal Grid Company (FGC) zusammengetan, um an der Modernisierung des russischen Stromnetzes mitzuarbeiten.
Zudem bringt Siemens mit dem russischen Partner ZAO Iskra-Avigaz das Gemeinschaftsunternehmen LCC Russian Turbo Machinery auf den Weg. Damit will der DAX-Konzern ebenfalls seine Position auf dem russischen Gasmarkt ausbauen. Bei dem Joint Venture wird Siemens der Mehrheitseigner. Das Gemeinschaftsunternehmen soll Verdichter für Gaspipelines in der russischen Stadt Perm fertigen. Hauptkunde für die Kompressoren, die ab dem kommenden Jahr ausgeliefert werden sollen, ist der Gasanbieter Gazprom.
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