Windkraft-Aktivität ausbauen

Siemens steigt bei Offshore-Spezialist in Dänemark ein

Siemens baut sein Engagement im Bau von Windkraftanlagen vor den Küsten aus. Das Münchener Unternehmen steigt beim Offshore-Spezialisten A2SEA ein, wie Siemens am Dienstag mitteilte.

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München (afp/red) - Siemens übernimmt an dem Unternehmen demnach 49 Prozent, die restlichen Anteile verbleiben beim A2SEA-Mutterkonzern, dem dänischen Energieversorger Dong Energy. Siemens zahlt für die Beteiligung rund 860 Millionen Kronen (115 Millionen Euro).

A2SEA mit Sitz im dänischen Fredericia beschäftigt den Angaben zufolge rund 200 Mitarbeiter und ist auf Dienstleistungen für den Bau von Offshore-Windparks spezialisiert. Siemens baut unter anderem Turbinen für Windräder und ist beim schnell wachsenden Bau von Windparks vor der Küste nach eigenen Angaben Marktführer. A2SEA habe nun die Möglichkeit zum Ausbau seiner Installationskapazität, erklärte Siemens. Dafür will Siemens zusammen mit A2SEA Schiffe bauen, die genau an die Anforderungen für den Bau von Windkraftanlagen auf offener See angepasst sind.

Windkraftanlagen vor der Küste nutzen den dort starken und meist gleichmäßigen Wind und können daher zuverlässig Energie liefern. Umweltschützer stehen Offshore-Windanlagen hingegen zwiespältig gegenüber. Sie halten den Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung für richtig, warnen aber, Windenergie auf Kosten der Meeresumwelt voranzutreiben.