Abgewickelt

Siemens schließt Windkraftfabrik in Dänemark

Siemens schließt eine Fabrik für die Herstellung von Rotorblättern. Die im dänischen Engesvang ansässige Fabrik habe nicht die Kapazitäten, große Rotorblätter zu produzieren, wie sie heute zunehmend benötigt werden. 430 Mitarbeiter müssen gehen.

OffshoreSymbolbild© F. Schmidt / Fotolia.com

Silkeborg – Der Elektrokonzern Siemens schließt eine Windkraftfabrik in Dänemark und entlässt die 430 dort beschäftigten Mitarbeiter. Die Entscheidung sei vor allem gefallen, weil an dem Standort nur relativ kleine Rotorblätter für Anlagen an Land hergestellt werden könnten. "In den letzten Jahren sind die Onshore-Rotorblätter immer größer geworden", sagte eine Siemens-Sprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Der Bedarf nach kleineren Rotorblättern nimmt konstant ab."

In der Fabrik in Engesvang bei Silkeborg gebe es aber nicht die Kapazitäten, um größere Blätter zu produzieren. Bis Mitte Juli soll die Produktion dort abgewickelt sein.

Siemens ist weltgrößter Hersteller von Windkraftanlagen

On- und Offshore-Rotorblätter stellt Siemens auch im dänischen Aalborg her. Hier hatte der Konzern erst im Januar angekündigt, 150 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Im dänischen Brande produziert Siemens Maschinenhäuser für Windkraftanlagen. Im Sommer hatte sich der Konzern mit dem spanischen Windanlagenbauer Gamesa auf eine Zusammenlegung der Windkraftsparten verständigt, die im ersten Quartal abgeschlossen werden soll. Damit steigt Siemens zum weltweit größten Hersteller von Windkraft-Anlagen auf. Im vergangenen Sommer hatte Siemens dank mehrerer Großaufträge für Kraftwerke und Windparks den höchsten Auftragsbestand seiner Geschichte erreicht.

Investitionen in Mexiko geplant

An anderen Standorten will der Konzern seine Investitionen generell verstärken. So plant Siemens etwa in Mexiko in den kommenden zehn Jahren entsprechende Ausgaben von rund 200 Millionen US-Dollar (188 Mio Euro). Dadurch sollen rund 1000 neue Arbeitsplätze entstehen, wie Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser am Dienstag in Mexiko-Stadt sagte.

Quelle: DPA