Eigener Energiesektor

Siemens präzisiert Pläne für neue Konzernstruktur

Der Technologiekonzerns Siemens hat seine Neuorganisationspläne präzisiert und erstmals die Zuordnung der bisherigen Geschäftsbereiche in die angekündigte Aufteilung in drei Geschäftsfelder genannt. Neben den Bereichen Industrie und Gesundheit gebe es einen Sektor für Energie.

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München (ddp-bay/sm) - Der Münchner DAX-Konzern bricht dabei die bisherige Bereichsstruktur auf und ordnet das operative Geschäft komplett neu. Mit der Neuorganisation geht auch eine personelle Neubesetzung der Führungspositionen einher. Künftig soll es auf oberster Ebene drei sogenannte Sektoren, nämlich Energie, Industrie und Gesundheit geben, denen jeweils ein operativ vollverantwortlicher Vorstand im Konzern vorstehen soll, teilte Siemens mit.

Siemens nannte zudem die von Anlegern mit Spannung erwartete Aufteilung der bisherigen operativen Geschäftsbereiche auf die drei Sektoren. Der Energiesektor wird den Angaben zufolge im Wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Strom-Bereiche Power Generation (PG) und Power Transmission & Distribution (PTD) zusammenfassen. Der Industrie-Sektor soll künftig "aus großen Teilen» der Bereiche Automation & Drives (A&D), Industrial Solutions & Services (I&S), Transportation Systems (TS), Siemens Building Technologies (SBT) und Osram bestehen. Der Gesundheits-Sektor wird im Wesentlichen den Bereich Medical Solutions (Med) umfassen. Als Querschnittsfunktionen sollen Siemens IT Solutions & Services sowie Siemens Financial Services (SFS) und Siemens Real Estate (SRE) bestehen bleiben.

Unterhalb der Ebene der Sektoren sollen Abteilungen (Divisions) und Geschäftseinheiten (Business Units) angesiedelt werden. Die bisherige Aufgliederung in Bereiche solle es in ihrer derzeitigen Form künftig nicht mehr geben. Die neue Konzernstruktur soll ab Januar 2008 eingeführt werden.