Energiebedarf um ein Zehntel gesenkt

Sieger des proKlima-Architekturwettbewerbs ausgezeichnet

proKlima, ein Klimaschutzfonds der Stadtwerke Hannover und einiger umliegender Städte und Gemeinden, hat erneut Fördermittel bereitgestellt. Ausgezeichnet wurden dieses Mal Studierende vom Fachbereich Architektur der Uni Hannover, deren "warme Ideen für (k)alte Häuser" prämiert wurden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (red) - Zugige Fenster, kalte Außenwände und wenig Komfort - viele Altbauten könnten eine Modernisierung gut vertragen. Kreative Lösungen für Hannoversche Wohnblöcke haben rund 30 Studentinnen und Studenten im Rahmen des Architekturwettbewerbes "Dornröschen wachgeküsst - energetische Altbaumodernisierung mit Faktor 10" im letzten Wintersemester entwickelt.

Gebäudesanierung wichtiges Klimaschutzthema

Der enercity-Fonds proKlima hatte den Wettbewerb an der Universität Hannover ausgelobt: "Für angehende Architektinnen und Architekten wird das Sanieren alter Gebäude als Berufsaufgabe immer wichtiger - und für den Klimaschutz ist in diesem Bereich enorm viel zu holen", resümierte Matthias von Oesen, Ingenieur bei proKlima. Am 17. Mai zeichnete die Jury nun die Gewinner des mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Wettbewerbs aus.

Das Objekt: Typische 50er-Jahre-Wohnhäuser

Die Studierenden haben Modernisierungen für typische 50er-Jahre-Wohngebäude von Hannoverschen Wohnungsgesellschaften geplant. Dabei galt es nicht nur den Wohnstandard zu verbessern, sondern auch den Energiebedarf auf ein Zehntel des Ist-Zustandes (Faktor 10) zu verringern. Denn mit Hilfe von so genannten Passivhauskomponenten wie 3-Scheiben-Wärmeschutzglas, Komfortlüftungsanlagen und einer sehr guten Wärmedämmung ist es heute möglich, auch Altbauten in Energiesparmodelle zu verwandeln. Wie dies im Einzelnen funktioniert, vermittelten Experten den Studierenden in begleitenden Seminaren. Die Abteilung Technischer Ausbau und Ressourcensparendes Bauen am Fachbereich Architektur realisierte den Wettbewerb; proKlima stellte das Preisgeld und weitere Kosten wie die Honorare der Gastdozenten und der Jury.

proKlima wird von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (proKlima-Fördergebiet) sowie den Stadtwerken Hannover finanziert. Der Klimaschutz-Fonds bewilligte nach Angaben der Förderer von 1998 bis 2003 Fördermittel in Höhe von über 23 Millionen Euro. Die Vergabe der Mittel erfolgt nach Kriterien wie der CO2-Effizienz, der absoluten CO2-Reduzierung, der Multiplikatorenwirkung und dem Innovationsgrad der Maßnahmen. Einen Schwerpunkt bilden Breitenförderprogramme für Heizenergie-Einsparung in Alt- und Neubauten. Hauptvorteile sind der verbesserte Wohnkomfort und geringere Energiekosten.