Ausstieg funktioniert

Sichere Stromversorgung trotz abgeschalteter Atomkraftwerke

In den letzten Wochen standen bis zu sieben der deutschen Atomkraftwerke gleichzeitig still, trotzdem ist es nicht zu Stromausfällen gekommen und auch die Preise an der Stromhandelsbörse seien nicht gestiegen. Das zeigt, dass der Atomausstieg funktioniert, bekräftigt der BUND.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der Stillstand deutscher Atomkraftwerke zeige, dass der Ausstieg aus Atomenergie nicht die Versorgungssicherheit beeinträchtige, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die hessischen Meiler Biblis A und B sind bereits seit letztem Herbst nicht mehr am Netz, auch Krümmel und Brunsbüttel sind derzeit abgeschaltet. Wegen Jahresrevisionen sind darüber hinaus sind die Kraftwerke Unterweser, Isar 2 und Philippsburg 2 kürzlich abgeschaltet gewesen oder derzeit immernoch nicht am Netz, so dass teilweise sieben Atomkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 8850 Megawatt gleichzeitig stillstanden.

"Mehr als ein Drittel der in Deutschland installierten AKW-Leistungen waren vom Netz, ohne dass es Probleme bei der Stromversorgung gab. Auch die Strompreise steigen an der Leipziger Börse nicht", bekräftigt Renate Backhaus, Atomexpertin im BUND-Bundesvorstand. Daher könnten "mindestens" die Pannenreaktoren Brunsbüttel, Krümmel sowie Biblis A und B "ohne Probleme abgeschaltet bleiben", meint Backhaus.

Auch Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn bekräftigt Anhand der abgeschalteten Kraftwerke, dass die Energieversorgung sei auch ohne Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken gesichert sei. Zurzeit stehe ein Viertel der deutschen Atomanlagen still, ohne dass "irgendwo das Licht ausgegangen" wäre.