Wettbewerbsrecht

Shell & DEA Oil-Joint-Venture wird weiter geprüft

Die geplante Verbindung von Shell und RWE-DEA zu einem der größten Mineralölkonzerne der Welt steht weiter auf dem Prüfstand. Jetzt wurde von der EU-Kommission eine zweite, detaillierte Prüfungsphanse eingeleitet.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Europäische Kommission hat heute die Hamburger Unternehmen Deutsche Shell GmbH und die RWE-DEA Aktiengesellschaft für Mineraloel und Chemie über die Verweisung des Mineralölteils des geplanten Gemeinschaftsunternehmens Shell & DEA Oil GmbH an das Bundeskartellamt und die Einleitung einer zweiten, detaillierten Prüfungsphase für das Petrochemiegeschäft unterrichtet. Beide Wettbewerbsbehörden haben grundsätzlich vier Monate Zeit, um den Antrag zu prüfen.

Shell und RWE-DEA kündigten an, weiterhin eng mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen. "Zwar hatten wir einen früheren Starttermin für das Gemeinschaftsunternehmen anvisiert, wir werden die zusätzliche Zeit aber nutzen, um noch günstigere Voraussetzungen für einen erfolgreichen Beginn zu schaffen. Unser Ziel ist weiterhin klar: Mit der Shell & DEA Oil möchten wir innovative und wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen anbieten - zum Vorteil der Verbraucher", erklärt Dr. Josef Waltl, designierter Chef des geplanten Joint Ventures. Bis zur endgültigen Klärung der wettbewerbsrechtlichen Fragen operieren Shell und DEA weiterhin unabhängig im Markt und sind Wettbewerber.