Projekt

Shell Raffinerie soll Gewerbegiet mit Fernwärme versorgen

Die Abwärme der Raffinerie Shell im schleswig-holsteinischen Hemmingstedt soll künftig für die Wärmeversorgung im Gewerbepark Westküste verwendet werden. Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (CDU) übergab am Mittwoch Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von 5,1 Millionen Euro.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Kiel (red) - Ein Großteil der bei Shell anfallenden Prozesswärme wird bisher als Abwärme ungenutzt in die Atmosphäre abgegeben. Nunmehr soll das über Wärmetauscher erhitzte Wasser über eine Zuleitung zu einer zentralen Übergabestation geleitet und anschließend über ein Verteilernetz zu den entsprechenden Grundstücksgrenzen geliefert werden. Durch die Nutzung der Abwärme wird der Einsatz fossiler Energieträger weitestgehend vermieden.

Austermann: "Die Nutzung von Fernwärme in einem 'klassischen' Gewerbegebiet ist in dieser Größenordnung in Schleswig-Holstein einmalig. Da günstige Energie zu einem immer wichtigeren Standortvorteil wird, können wir mit erheblichen Investitions- und Arbeitsplatzeffekten rechnen."

Bei voller Auslastung des mit Fernwärme versorgten Teils des Gewerbeparks wird mit bis zu 690 neuen Arbeitsplätzen und unter Einbeziehung des nördlicher gelegenen Teils langfristig bis zu 1.300 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. "Dieser erwartete Beschäftigungseffekt ist von erheblicher Bedeutung für den Kreis Dithmarschen und für die Region insgesamt", so Austermann. An dem Aufbau der Wärmelieferungsanlage beteiligt sich das Land bei Gesamtausgaben von rund 9,1 Millionen Euro mit rund 4.6 Millionen Euro und an der Erschließung des dritten Bauabschnittes bei Gesamtausgaben von rund 1,3 Millionen Euro mit rund 560.000 Euro.

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