Argumente abwägen

SGD will weitere Gutachten zum Kohlekraftwerk einholen

Die Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) Süd will zu den strittigen Fragen um das Mainzer Kohleheizkraftwerk weitere Fachgutachten einholen. Im Verlauf des Erörterungsverfahrens seien "sehr viele kontroverse Punkte" diskutiert worden, sagte der Leiter des Verfahrens, Klaus-Peter Gerten, der Nachrichtenagentur ddp.

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Mainz (ddp-rps/sm) - "Wir werden noch weitere externe Gutachten einholen, um die Argumente einschätzen und gegeneinander abwägen zu können", sagte Gerten. Als Beispiel nannte er die Themen Gesundheit, Naturschutz sowie Immissionen.

Gerten sagte weiter, in der anschließenden Auswertung werde die entscheidende Frage zunächst die Bewertung der Immissionsschutz-Daten der KMW sein. "Wir müssen prüfen, ob die Annahmen zu den Immissionen und ihrer Ausbreitung realistisch sind", sagte er. Erst auf dieser Grundlage könnten Fragen zu Gefahren für Gesundheit oder Naturschutz getroffen werden.

Ein unabhängiges Gutachten werde es in jedem Fall zum Thema Gesundheit durch einen renommierten Gießener Umweltmediziner geben, ein anderes zum Thema Naturschutz. Auch die im Verfahren erwähnten kumulierende Wirkung von Feinstaub und Lärm solle noch einmal genauer beleuchtet werden.