Rohstoffpreise

Seltene Erden treiben Preis für Energiesparlampen hoch

Mit dem von der EU verordneten Verkaufsverbot von 60-Watt-Glühlampen ab dem 1. September erhöhen die Hersteller von Energiesparlampen die Preise, und zwar um bis zu 25 Prozent. Die Hersteller begründen die stramme Preiserhöhung mit den deutlich teurer gewordenen so genannten Seltenen Erden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (afp/red) - Osram habe die Preise für Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen im Schnitt um 20 bis 25 Prozent angehoben, sagte Vorstand Martin Goetzeler der "Financial Times Deutschland" vom Mittwoch. Der niederländische Weltmarktführer Philips zieht laut Zeitung am 1. Oktober nach.

Osram begründet die "außerordentliche Preiserhöhung" mit dem Preisanstieg für seltene Erden. Die zunehmende globale Knappheit dieser Materialien habe zu einer Kostenexplosion geführt, zitierte die "FTD" aus einem Brief der Siemens-Tochter an ihre Kunden. Bei der Herstellung von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen werden demnach die seltenen Metalle Europium, Terbium und Yttrium eingesetzt.

China ist Hauptlieferant für Seltene Erden

Derzeit liefert China mehr als 95 Prozent der seltenen Erden für den Weltmarkt. Die Volksrepublik hat die Ausfuhr seltener Erden zuletzt aber eingeschränkt und mehrere Minen unter staatliche Kontrolle gebracht. Die Preise für die begehrten Rohstoffe sind allein im vergangenen Jahr um 130 Prozent gestiegen. Westliche Industrieländer wie Deutschland, die USA und Japan werfen China vor, das Angebot künstlich zu verknappen.

Auch die 60-Watt-Birnen verschwinden

Ab Donnerstag müssen 60-Watt-Glühlampen aus den Läden verschwinden. Das soll Umwelt und Klima schützen, denn moderne Lampen verbrauchen im Betrieb deutlich weniger Energie.