In Sachsen-Anhalt

Sechs Verfahren gegen Stadtwerke wegen hoher Gaspreise beendet

Die Landeskartellbehörde im Wirtschaftsministerium von Sachsen-Anhalt hat das Kartellverwaltungsverfahren gegen die Stadtwerke Zeitz eingestellt. "Damit konnten alle sechs Verfahren gegen die Stadtwerke mit den höchsten Gaspreisen in kurzer Zeit beendet werden."

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Zeitz/Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Das sagte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) gestern in Magdeburg. In allen Fällen sei die von der Behörde angestrebte Preisdämpfung erreicht worden.

In Zeitz habe das Unternehmen angeboten, so genannte Wärmesonderverträge mit einem um 0,2 Cent pro Kilowattstunde niedrigeren Arbeitspreis als die derzeitigen Tarife für Heizgaskunden anzubieten. Ursprünglich hatten die Zeitzer Stadtwerke eine Senkung um 0,1 Cent angeboten. Bis 1. Oktober 2006 gilt zudem ein Verzicht auf die Weitergabe von Preiserhöhungen der Vorlieferanten.

Das Ministerium hatte im Februar Kartellverwaltungsverfahren gegen sechs Stadtwerke eingeleitet, deren Gaspreise allesamt mehr als 20 Prozent über dem günstigsten Anbieter in Sachsen-Anhalt sowie über dem Preis eines weiteren, ostdeutschen Vergleichsanbieters lagen. Die Verfahren zielten auf eine schnelle Einigung im Sinne der Verbraucher.

Anfang April wurden nach Verhandlungen die Kartellverfahren gegen Köthen Energie, Stadtwerke Weißenfels, Stadtwerke Burg, Städtische Werke Lutherstadt Wittenberg und Technische Werke Naumburg eingestellt. Die Unternehmen hätten auf Preiserhöhungen zum 1. April und zum 1. Juli verzichtet. Außerdem hatten alle sechs Stadtwerke angeboten, ihre Gas-Versorgungsnetze für die Belieferung der Endkunden durch andere Versorger freizugeben.